10 Fonds im Crashtest Die besten Fonds für australische Aktien

Lights of Christmans: Projektionen auf der Kathedrale St. Mary's in Sydney. Foto: Getty Images

Lights of Christmans: Projektionen auf der Kathedrale St. Mary's in Sydney. Foto: Getty Images

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Australien hat jahrelang stark vom Rohstoff-Boom in China profitiert. Seine Bodenschätze haben das Land reich gemacht. Jetzt leidet die Wirtschaft. Da die Bergbauindustrie in den kommenden Jahren weiter schrumpfen wird, wandelt sich das australische Wirtschaftswachstum weg vom Minengeschäft.

Die besten Fonds für australische Aktien

  Fonds Punkte
Gesamt
Pkt.
Perfor-
mance
Pkt.
Stress-
test
Pkt.
Rating
Vol. in
Mio. €
1 Fidelity Australia Fund 218 91 97 30 336
2 Lyxor ETF Australia S&P ASX 200 200 77 83 40 49
3 DB X-Trackers S&P/ASX 200 ETF 188 75 88 25 75
4 Baring Australia Fund 175 76 89 10 74
5 Aberdeen Australasian Equity Fund 171 66 100 5 41
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Sortierkriterium: Punkte Gesamt, Quelle: Testverfahren DER FONDS, Berechnung und Daten: FWW Fundservices (Stichtag: 2. Dezember 2015), Wertentwicklung auf Euro-Basis
Quelle: Sortierkriterium: Punkte Gesamt, Quelle: Testverfahren DER FONDS, Berechnung und Daten: FWW Fundservices (Stichtag: 2. Dezember 2015), Wertentwicklung auf Euro-Basis


„Diese Neuausrichtung könnte langsam und holprig verlaufen, da der Einbruch bei den Rohstoffpreisen das Wachstum der Haushaltseinkommen, die Unternehmensgewinne und die Staatseinnahmen reduziert hat“, erklärt Pak-Luan Yeoh. Die Managerin des Crashtest-Siegers Fidelity Australia erwartet dennoch, dass die langfristigen strukturellen Vorteile des Landes – eine schnell wachsende Bevölkerung, niedrige Staatsschulden und diverse Neuerungen im Gesundheits-, Bildungs- und Finanzsektor – den australischen Aktienmarkt 2016 unterstützen werden.



Im bisherigen Jahresverlauf liegt der wichtigste australische Aktienindex, der S&P ASX 200, leicht im Minus. Euro-Anleger retten Währungsgewinne ins Plus. Auch 2014 hat der schwache Euro die Performance auf knapp 10 Prozent aufgestockt. 2013 hingegen hat der Wechselkurs die gesamte Performance in Höhe von 20 Prozent aufgefressen.

Insgesamt erfüllten zehn Australien-Fonds die Bedingungen für den Crashtest. Der erste Platz geht an ein aktives Management. Platz 2 und 3 sicherten sich ETFs von Lyxor und DB X-Trackers auf den S&P ASX 200. Ein dritter ETF von I-Shares auf den MSCI Australia belegt Platz 6. Währungsgesichert ist keiner. Beim I-Shares-Fonds dürfen Anleger noch über den Umweg der Fondswährung US-Dollar rechnen.

Die drei Sieger-Fonds im Kurz-Porträt

Platz 1: Fidelity Australia Fund


„Ich sehe weiter eine Reihe verlockender Anlagemöglichkeiten im Markt”, sagt Pak-Luan Yeoh. Vor allem Unternehmen mit hohen nachhaltigen Renditen aufs investierte Kapital und einem starken Cashflow mag die in Sydney beheimatete Fidelity-Managerin. „Die niedrigen Zinsen und die Abwertung des Australischen Dollar helfen die Auswirkungen der fallenden Rohstoffpreise aufzufangen, vor allem unterstützen sie den Wohnungsbau, den Inlands-Tourismus, das verarbeitende Gewerbe und den Export“, so Yeoh. Zudem erwartet sie, dass die staatlichen Investitionen in Infrastruktur 2016 anziehen.

Yeoh managt den größten in Deutschland angebotenen Australien-Fonds, rund 330 Millionen Euro ist der bereits 1991 aufgelegte Fonds schwer. Sie ist reine Bottom-up-Stockpickerin. Neben Unternehmen hoher Qualität hat sie auch mittlere und kleine Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial im Portfolio, vereinzelt mischt sie auch Turnaround-Kandidaten bei.

Knapp ein Fünftel des Portfolios steckt in Unternehmen mit einem Börsenwert von weniger als 5 Milliarden Australischen Dollar (3,3 Milliarden Euro). Bis zu 40 Aktien sind meist im Portfolio, zurzeit sind es 39. Zu den Top-10-Positionen zählen neben den vier großen Banken auch die relativ deutlich übergewichteten Aktien von Sydney Airport, dem Pharma-Unternehmen CSL und dem Energiekonzern Caltex Australia, der unter anderem ein Tankstellennetz betreibt.

Ihre Benchmark, den S&P ASX 200, hat Yeoh in den vergangenen Jahren mal leicht geschlagen, mal hinkte sie etwas hinterher – allerdings nach Fondskosten, womit sie einen Performancevorsprung gegenüber den entsprechenden ETFs aufweisen kann. Die Konzentration auf Qualitätstitel sorgt zudem für eine Marktsensitivität (Beta) von unter 1.