10.000 Punkte Wem der Dax gehört

Hamad Bin Jassim Bin Jabor Al-Thani: Sein Anteil an der Deutschen Bank wird voraussichtlich auf 6 Prozent steigen. (Foto: Getty Images)

Hamad Bin Jassim Bin Jabor Al-Thani: Sein Anteil an der Deutschen Bank wird voraussichtlich auf 6 Prozent steigen. (Foto: Getty Images)

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2013 war für Dax-Aktionäre ein gutes Jahr. Es gab kräftige Dividenden und die Kurse schnellten in die Höhe. Profitiert haben davon hauptsächlich ausländische und institutionelle Investoren. Denn mehr als die Hälfte der Dax-Anleger kommt aus dem Ausland. Hinter 64 Prozent der Dax-Investoren stehen Institutionelle, Privatpersonen halten durchschnittlich nur 13 Prozent der Aktien von Dax-Unternehmen.

Das ergab eine Analyse von Ernst & Young. Das Beratungsunternehmen hat sich angeschaut, wem der Dax eigentlich gehört und kam zu dem Ergebnis, dass 54 Prozent der Dax-Aktien in ausländischer Hand sind. Ein deutlich geringerer Anteil von 37 Prozent der Dax-Aktien gehört deutschen Investoren. Die verbleibenden 9 Prozent können nicht zugeordnet werden.

Damit ist der Anteil ausländischer Dax-Anleger seit 2001 etwa um das 1,5-fache gestiegen. Damals lag dieser noch bei etwa 36 Prozent. Den größten Einfluss haben heute Europäer und Nordamerikaner. Jede vierte Dax-Aktie befindet sich im europäischen Ausland, jede fünfte in Nordamerika (siehe Grafik).

Allerdings haben Dax-Unternehmen eine ganz unterschiedliche Anziehungskraft auf ausländische Investoren. Bei 18 der 30 Unternehmen ist mindestens die Hälfte der Aktien im internationalen Besitz, bei sechs Unternehmen sind es sogar über 70 Prozent. Bei BMW und Henkel haben nur 31 beziehungsweise 25 Prozent einen ausländischen Besitzer.