137 Fonds im Crashtest Die besten Fonds für asiatische Aktien

Kulturdenkmal Chinesische Mauer: In China gehandelte A-Aktien bleiben im Schwellenländer-Index von MSCI bis auf weiteres außen vor. Foto: Getty Images

Kulturdenkmal Chinesische Mauer: In China gehandelte A-Aktien bleiben im Schwellenländer-Index von MSCI bis auf weiteres außen vor. Foto: Getty Images

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Chinesische Unternehmen machen bereits ein Viertel des MSCI Emerging Markets Index aus. Diese Quote hätte noch einmal deutlich steigen können, Richtung 40 Prozent. Doch daraus wird vorerst nichts: MSCI hat sich Mitte Juni entschlossen, weiter keine an den Festlandsbörsen notierten A-Aktien in seine großen Indizes aufzunehmen.



In den meisten asiatischen Aktienfonds spielen diese Aktien auch keine zentrale Rolle – kaufen doch viele Fondsmanager über den Markt in Hongkong. Dieser ist nicht nur besser zugänglich, sondern auch weniger volatil als der zum Teil durch staatliche oder andere Anreize getriebene Festlandsmarkt. Mit der schrittweisen Öffnung, auch durch das Shanghai-Hongkong-Stock-Connect-System, wächst ihre Bedeutung jedoch langsam in den Portfolios.

Die besten Fonds für asiatische Aktien

  Fonds Punkte
Gesamt
Pkt.
Perfor-
mance
Pkt.
Stress-
test
Pkt.
Rating
Vol. in
Mio. €
1 Stewart Investors Asia Pacific Sustainability Fund 251 95 86 70 318
2 Stewart Investors Asia Pacific Fund 228 86 62 80 905
3 Stewart Investors Asia Pacific Leaders Fund 226 75 74 77 13504
4 Fidelity Asian Aggressive Fund 179 73 46 60 45
5 Matthews Asia Dividend Fund 176 56 60 60 364
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Sortierkriterium: Punkte Gesamt, Quelle: Testverfahren DER FONDS, Berechnung und Daten: FWW Fundservices GmbH (Stichtag: 10. Juni 2016), Wertentwicklung auf Euro-Basis
Quelle: Sortierkriterium: Punkte Gesamt, Quelle: Testverfahren DER FONDS, Berechnung und Daten: FWW Fundservices GmbH (Stichtag: 10. Juni 2016), Wertentwicklung auf Euro-Basis


Bei den drei Siegern des jüngsten Crashtests für asiatische Aktienfonds spielen chinesische Titel allerdings sowieso nicht die Hauptrolle. Hier dominieren schon seit einiger Zeit indische Titel. Durchgesetzt gegen 134 Mitbewerber haben sich – wieder einmal – drei First-State-Fonds, die vom schottischen Stewart-Investors-Team gemanagt werden.

Die beiden erstplatzierten Fonds, der Stewart Investors Asia Pacific Sustainability und der Stewart Investors Asia Pacific, unterliegen allerdings einem Soft-Closing. Deshalb wurden sie bei den folgenden Fondsporträts nicht berücksichtigt. Soft-Closing heißt in diesem Fall, dass die Fonds keine neuen Gelder wollen und daher bei allen Käufen ausnahmslos der volle Ausgabeaufschlag fällig wird. Der dritte und mit über 10 Milliarden Euro größte Fonds des Trios, der Stewart Investors Asia Pacific Leaders, ist dagegen weiter offen.

Auch im Performance-Bereich liegt das Trio vorn. Genauer angeschaut haben wir uns daher den Fidelity Asian Aggressive Fund, der sich hier ebenso wie in der Gesamtwertung mit einem sehr konzentrierten Portfolio den vierten Platz sicherte.

Im Stresstest setzte sich – wie auch schon im vorangegangenen Crashtest dieser Fondskategorie – der DJE Asia High Dividend durch. Der Fonds der Münchner Dr.-Jens-Ehrhardt-Gruppe setzt nicht nur auf dividendenstarke, defensive Titel, sondern kann das Risiko auch über die Cash-Quote steuern.

Die drei Siegerfonds im Kurz-Porträt

Der Dritte im Gesamtklassement: Stewart Investors Asia Pacific Leaders


Zum Stichtag 1. Juli 2016 hat der Schotte David Gait diesen Fonds endgültig übernommen. Seit Mitte 2015 war er bereits Co-Manager an der Seite seines Landsmanns Angus Tulloch, der sich jetzt nach 13 Jahren aus dem Management des Fonds zurückgezogen hat. Stattdessen hat Gait künftig Unterstützung von Sashi Reddy. Alle drei gehören dem Stewart-Investors-Team an, das weitgehend in Edinburgh ansässig ist und recht unabhängig innerhalb der First-State-Gruppe diverse Fonds managt.

Im Fokus des Fonds stehen große Unternehmen mit mindestens einer Milliarde Dollar Marktkapitalisierung, die in der Praxis aber deutlich höher ist. Schließlich ist der Fonds mittlerweile über 20 Milliarden Euro schwer und konzentriert sich dennoch auf 30 bis 60 Unternehmen. Anlagegebiet ist der asiatisch-pazifische Raum ohne Japan. Der Anlagestil von Stewart Investors ist langfristig. Auf der Einkaufsliste stehen qualitativ hochwertige Unternehmen mit soliden Wachstumsaussichten und einem guten Management, die zu einem angemessenen Preis zu haben sind.

Wie schon zu Jahresanfang führt die Bottom-up-Auswahl der Manager dazu, dass indische Aktien mit gut 25 Prozent den größten Anteil am Portfolio haben und gegenüber der Benchmark deutlich übergewichtet sind. So zählen zum Beispiel Tata Consultancy und Kotak Mahindra Bank zu den Top-Ten-Positionen. Bei den Sektoren dominieren IT-Werte, die knapp ein Viertel des Portfolios ausmachen, gefolgt von Finanzwerten. Größter Einzelwert ist allerdings mit knapp 7 Prozent der australische Logistik-Dienstleister Brambles, der weltweit Paletten, Kisten und Container verleiht und managt.