15 Billionen Dollar für die Infrastruktur

Kein Spaß in vollen Zügen: Angesichts von 18 Millionen <br> Reisenden pro Tag gehören überfülllte Züge in Indien <br> zum Alltag, Foto: Getty Images

Kein Spaß in vollen Zügen: Angesichts von 18 Millionen
Reisenden pro Tag gehören überfülllte Züge in Indien
zum Alltag, Foto: Getty Images

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Sonntag, 10. Juli. Der Howrah-Kalka-Express rast mit über 100 Kilometern in der Stunde durch Nord-Indien von Kalkutta nach Neu-Delhi. Da passiert es. Nahe der Millionenstadt Kanpur entgleisen 14 Waggons. Fast 70 Menschen sterben, 210 Menschen werden verletzt.

Eher klein wirkt dagegen das Missgeschick eines Internet-Users namens Sarvapriya: Als er vor einigen Monaten im indischen West-Coast-Express sein Laptop aufladen will, vernichtet das Stromsystem kurzerhand sein Ladegerät.

Mit 64.000 Kilometern ist das indische Streckennetz das viertlängste der Welt (siehe Grafik). 18 Millionen Menschen benutzen es jeden Tag. In Sachen Qualität kann es allerdings mit der Weltspitze nicht mithalten. Das sieht in anderen Schwellenländern nicht viel besser aus. In Peking verstopfen jeden Tag hoffnungslos die Straßen. Und in Brasilien lassen marode Stromleitungen die Menschen regelmäßig im Dunkeln sitzen.

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