17 Prozent im Jahr Der China-Fonds mit dem Wundertier

Künstler tragen Masken des Qilin, eines chinesischen Fabeltiers: Es ist zugleich Namens-Pate des Aktienfonds Tamac Qilin-China Champions | © Getty Images

Künstler tragen Masken des Qilin, eines chinesischen Fabeltiers: Es ist zugleich Namens-Pate des Aktienfonds Tamac Qilin-China Champions Foto: Getty Images

Das Qilin ist ein chinesisches Fabeltier und sieht aus wie ein Einhorn mit asiatischem Drachen-Tuning. Es ist eines von vier Wundertieren der chinesischen Mythologie, und sein Erscheinen galt früher als Anzeichen für die Ankunft eines weisen Herrschers, der dem Volk Wohlstand und Glück sichert.

Stefan Albrecht und Ingo Beyer von Morgenstern kennen sich mit chinesischen Einhörnern aus. 15 beziehungsweise 25 Jahre haben beide für die Beratungsgesellschaft McKinsey in Peking gearbeitet. Heute sind sie für den Tamac Qilin-China Champions verantwortlich, einen Aktienfonds, der unter chinesischen Unternehmen die erkennen will, die das Zeug zu globalen Champions haben. „Vor zehn Jahren waren 16 chinesische Unternehmen in der Fortune-500-Liste, aktuell sind es 115, und in zwölf Jahren werden es über 200 sein“, erklärt Stefan Albrecht.

Das Team um Albrecht und Beyer von Morgenstern besteht größtenteils aus ehemaligen McKinsey-Kollegen. Eine erste Analyse des aus rund 1.900 Unternehmen bestehenden Anlageuniversums erfolgt datengetrieben und analytisch: DETECC heißt die Datenbank aus Meckie-Zeiten – Detecting Emerging Chinese Champions. Finde die Huaweis, Alibabas und Lenovos von morgen. Das Alumni-Netzwerk der Beratungsgesellschaft liefert Unterstützung durch Unternehmensbesuche und Interviews mit dem jeweiligen Management. Analysiert werden zudem Produktivitätssteigerung, Produkt- und Servicequalität und der Cashflow. „Champions entstehen in der Regel über 5 bis 20 Jahre. Einer Marktführerschaft in China folgt eine Expansion gen Südostasien, Afrika und Osteuropa und zuletzt in die schwierigen Märkte Westeuropas und in die USA“, so Albrecht.

Stefan Albrecht, Manager des Qilin-Fonds

„Aus der Championsliste selektieren wir die 35 aussichtsreichsten Werte“, sagt Albrecht. „Wir meiden Restrukturierungskandidaten, Unternehmen aus den Bereichen Stahl und Kohle und traditionelle Banken. Ansonsten schätzen wir Zukunftsindustrien, Internet, Hightech, Pharma und Tourismus. Wir finden in allen Branchen Unternehmen, die in die Weltspitze vordringen können.“ Beispiele seien Heng Rui, ein chinesisches Pharma-Unternehmen, der Videoüberwachungsspezialist Hikvison oder iFlytek, die chinesische Nummer 1 in intelligenter Spracherkennungstechnologie.

Die Selektionskriterien und ein sehr konzentriertes Portfolio auf maximal 35 Werte geben dem Management recht. Seit Auflegung des Fonds im Dezember 2015 läuft es ganz trefflich: In Summe steht ein Ergebnis von 41,3 Prozent. Zum Vergleich: Die Konkurrenz schaffte 27,1 Prozent. Rendite auf Jahressicht 17,3 Prozent.