199 Fonds im Crashtest Die besten dynamischen globalen Mischfonds

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg: Die Aktie des Socia-Media-Giganten gehört gleich in zwei der drei Siegerfonds zu den größten Positionen | © Getty Images

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg: Die Aktie des Socia-Media-Giganten gehört gleich in zwei der drei Siegerfonds zu den größten Positionen Foto: Getty Images

In den beiden vorangegangenen Crashtests zu dynamischen globalen Mischfonds gingen die Spitzenplätze sowohl in der Gesamtwertung als auch in den Teilbereichen Performance und Stresstest jeweils an dieselben Kandidaten: In der Gesamtwertung räumte der MFS Meridian Prudent Wealth zweimal in Folge ab, den Performance-Sieg trug der BNY Mellon Gobal Opportunities davon, Spitzenreiter im Stresstest war der Deutsche Bank Zins & Dividende.

Doch nun ist Bewegung in die scheinbar zementierte Rangfolge geraten: In der Gesamtwertung geht der Sieg nun an den Allround Quad-Invest Growth, der mit 149 Punkten den bisherigen Spitzenreiter auf Rang 2 verwiesen hat und zuvor Rang 7 belegte. Der Fonds schafft es auch im jüngsten Performance-Vergleich ganz nach vorn, der Sieger der beiden vorangegangenen Performance-Tests aus dem Hause BNY Mellon fiel hingegen auf Rang 7 zurück. Der DWS Zins & Dividende liegt aktuell auf Rang vier, ihn hat der Multi Asset Global 5 abgelöst. Damit gelang dem Neuling im Crashtest in diesem Teil-Segment ein glänzendes Debüt. In der Gesamtwertung belegt der 2013 bei Metzler Investment aufgelegte Fonds mit 112 Punkten Rang 12.

  Fonds Punkte
Gesamt
Pkt.
Perfor-
mance
Pkt.
Stress-
test
Pkt.
Rating
Vol. in
Mio. €
1 Allround Quad-Invest Growth 149 89 0 60 73
2 MFS Meridian Prudent Wealth Fund 136 21 55 60 2382
3 UBS (Lux) Strategy Fund Growth USD 127 60 0 67 121
4 Premium Stars Chance 122 55 0 67 121
5 BNY Mellon Global Opportunities Fund USD 122 48 24 50 103
194 weitere Fonds >>

Die drei Siegerfonds im Kurzporträt

Olivier Walter

Der Gesamtsieger: Allround Quad-Invest Growth

Obwohl er im Stresstest keinen Punkt holen konnte, schafft es der Ende 2010 aufgelegte Fonds mit insgesamt 149 Punkten an die Spitze der Vergleichsgruppe. Dazu trug neben der soliden 60 Punkte im Rating-Vergleich der Gruppensieg im Performance-Test bei, denn sowohl über ein Jahr als auch im Drei- und Fünf-Jahres-Zeitraum punktet der Fonds mit einer überzeugende Wertentwicklung: So erzielte er beispielsweise über drei Jahre ein Plus von 59,7 Prozent und hat damit einen klaren Vorsprung vor der Konkurrenz. Auch über fünf Jahre hängt er seine Mitstreiter deutlich ab. Lediglich über ein Jahr wurde die Performance von knapp 23 Prozent von einigen Kandidaten überboten.

Gemanagt wird der Fonds von der 2005 gegründeten Vermögensverwaltung Bruno Walter Finance mit Sitz in Montreux. Dabei geht Olivier Walter – Sohn des Unternehmensgründers Bruno Walter – gemäß der Anlagephilosophie des Hauses nach einem Top-down-Ansatz vor, der makroökonomische Aspekte sowie die Länder- und Sektor-Analyse in den Vordergrund stellt.

Die Aktienquote hält Walter aktuell bei 81 Prozent, Anleihen gewichtet er mit 7 Prozent. Den Rest des Fondsvermögens parkt er in flüssigen Mitteln. Diese Quote liegt im Schnitt bei rund 10 Prozent. „Neu eröffnet haben wir eine Position im Infrastruktursektor, im Automobilsektor haben wir Gewinne mitgenommen“, erläutert Walter. An der Asset Allocation habe es dagegen in jüngster Zeit keine Veränderungen gegeben.

Auf der Aktienseite bevorzugt Walter Qualitätswerte mit starker Marktkapitalisierung, auf der Anleiheseite konzentriert er sich auf Investment-Grade-Bonds. Zu den aktuellen Top Ten gehören neben inflationsgesicherten US-Anleihen Sunny Optical Tech und die Alibaba Group aus China sowie Samsung Electronics aus Korea. Die restlichen Top-Positionen hat Walter auf US-Titel wie Apple, Facebook und United Therapeutics verteilt.

Auch insgesamt dominieren US-Titel: Rund zwei Drittel des Portfolios hat Walter dort investiert, der asiatisch-pazifische Raum ist mit rund 25 Prozent gewichtet. Auf Sektor-Ebene dominieren aktuell mit 34 Prozent IT-Werte, Gesundheitstitel kommen auf knapp 19 Prozent. Drittgrößte Branchenposition sind aktuell Industriewerte, auf die rund 8 Prozent des Portfolios entfallen.