22 Fragen an David Vickers „Ich möchte jemanden wie Donald Trump nicht im Weißen Haus sehen“

David Vickers, Manager des Russell Multi Asset Growth Strategy

David Vickers, Manager des Russell Multi Asset Growth Strategy

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1. Ihre erste prägende Erfahrung zum Thema Geld?

Wenn ich als Kind 10 Pence für Süßigkeiten geschenkt bekam, habe ich das Geld lieber behalten, um es zu sparen

2. Wie haben Sie Ihr Studium finanziert?

Nach meinen Schulabschluss habe ich ein Jahr Pause gemacht und eine Ausbildung zum Buchhalter absolviert

3. Haben Sie ein berufliches Vorbild?

Niemanden persönlich – aber ich schätze ganz allgemein Investoren, die sich am Prinzip des Vermögenserhalts orientieren, mehr als solche, die auf ein Maximum an Profit aus sind

4. Die unsinnigste Börsen-Theorie, die Ihnen je untergekommen ist?

„Der Markt war im Unrecht.“ Das ist Unsinn – der Markt bewertet einfach nur

5. Welches Buch sollte jeder Fondsmanager gelesen haben?

Neben vielen anderen Büchern, die nichts mit Fondsmanagement zu tun haben, unter anderem Thinking, Fast and Slow von Daniel Kahneman

6. Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mit Ihrem Fonds einmal hinter der Konkurrenz zurückbleiben?

In diesem Fall brauche ich keine Motivation. Es ist viel schwieriger, sich zu motivieren, wenn man Vorsprung hat

7. Und die Belohnung, wenn Sie alle anderen abgehängt haben?

Die größte Belohnung sind zufriedene Kunden und meine eigene Zufriedenheit, meinen Job gut gemacht zu haben. Letzteres kann auch eintreten, wenn man sein Ziel nicht erreicht hat. Denn vielleicht hat man immer noch etwas besser gemacht als ein anderer

8. Ihr bislang schönstes Erlebnis als Fondsmanager?

Ein bestimmtes Erlebnis habe ich nicht im Sinn, aber man lernt viele verschiedene originelle und inspirierende Menschen kennen

9. Worüber haben Sie sich in jüngster Zeit so richtig geärgert?

Über Donald Trump. Seine Äußerungen und seine Rhetorik sind auf der einen Seite sehr amüsant, auf der anderen jedoch unglaublich erschreckend. Auch beunruhigend ist, dass er offensichtlich bei einigen Amerikanern sehr gut ankommt. Ich möchte jemanden wie ihn nicht im Weißen Haus sehen. Ins Reality-TV hat er besser gepasst – dort macht er eine sehr gute Figur

10. Und wem würden Sie gern einmal gehörig die Meinung sagen?

Politikern und Regulierungsbehörden, die mit einem kurzsichtigen Handlungshorizont Krisen zulassen und diese dann so bekämpfen, dass die Grundlage für eine neue Krise geschaffen wird

11. Was sammeln Sie?

Erinnerungen und Erfahrungen