22 Fragen an Herbert Perus „Ich freue mich auf Black Sabbath im Sommer“

Herbert Perus, Leiter des Aktienteams für entwickelte Märkte bei Raiffeisen Capital Management

Herbert Perus, Leiter des Aktienteams für entwickelte Märkte bei Raiffeisen Capital Management

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1. Ihre erste prägende Erfahrung zum Thema Geld?

Der Totalverlust meiner ersten Investition, die ich als 17-Jähriger getätigt habe: Optionsscheine von VW

2. Wie haben Sie Ihr Studium finanziert?

Als Briefträger, Verkäufer in einem Schallplatten-Geschäft und Arbeiter in einer Wellpappe-Fabrik

3. Haben Sie ein berufliches Vorbild?

Ich schätze Investoren, die kurzfristigen Moden trotzen, ihrer Philosophie treu bleiben und damit hervorragende Ergebnisse erzielt haben. Das sind beispielsweise Bruce Berkowitz, Jean-Marie Eveillard, Howard Marks und Warren Buffett

4. Die unsinnigste Börsen-Theorie, die Ihnen je untergekommen ist?

Jene, die besagt, dass der Markt immer Recht hat. Glücklicherweise besteht der Markt aus Angebot und Nachfrage durch Menschen, und die agieren sehr oft irrational. Wäre das nicht so, könnte Value Investing auch nicht so gut funktionieren.

5. Welches Buch sollte jeder Fondsmanager gelesen haben?

Abgesehen von den Klassikern des wertorientierten Investierens von Benjamin Graham (Security Analysis, The Intelligent Investor) ein Buch von James Montier – Behavioural Investing

6. Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mit Ihrem Fonds einmal hinter der Konkurrenz zurückbleiben?

Moden vergehen, Value bleibt!

7. Und die Belohnung, wenn Sie alle anderen abgehängt haben?

Bei Gewinnen und gutem Erfolg sollte man sich still freuen und dabei immer demütig bleiben

8. Ihr bislang schönstes Erlebnis als Fondsmanager?

Ein Team von Fondsmanagern und Analysten aufbauen und leiten zu dürfen, das die Philosophie des wertorientierten und auf langfristigen Erfolg ausgerichteten Investmentstils konsequent umsetzt

9. Worüber haben Sie sich in jüngster Zeit so richtig geärgert?

Darüber, dass viele die langfristige Investition mit Aktien als Spekulation bezeichnen – selbst jedoch in Instrumente investieren, die den sicheren Verlust bedeuten

10. Und wem würden Sie gern einmal gehörig die Meinung sagen?

Den anonymen Regulatoren der Fonds-Branche in Brüssel, die mit teilweise unsinnigen Vorschriften die Anleger in den Verlust treiben

11. Was sammeln Sie?

Bücher, vorwiegend Belletristik