22 Fragen an James Clunie „Im Fondsmanagement gibt es keine Ziellinie“

James Clunie, Manager des Jupiter Global Absolute Return

James Clunie, Manager des Jupiter Global Absolute Return

1. Ihre erste prägende Erfahrung zum Thema Geld?

Als ich zwölf Jahre alt war, haben meine Eltern versucht mich zu beschäftigen, indem ich ihre Geldangelegenheiten überwachen und ihnen wöchentliche Zusammenfassungen und Grafiken hierzu vorstellen sollte. Ich fand das großartig: Innerhalb eines Jahres habe ich danach meine ersten Aktien gekauft und darüber hinaus auch meine Freunde und sogar meine Lehrer für den Aktienmarkt interessiert. Seitdem lässt er mich nicht mehr los!

2. Wie haben Sie Ihr Studium finanziert?

In meinen Jahren an der Universität in Großbritannien musste man als Student keine Studiengebühren zahlen, und die Kommune förderte den Unterhalt. Ich hatte Ferien-Jobs, aber dort ging es in erster Linie darum, Berufserfahrung zu sammeln

3. Haben Sie ein berufliches Vorbild?

Ich vergöttere niemanden, aber ich bewundere Manager, die bescheiden bleiben und konstant an ihrem Investmentansatz arbeiten

4. Die unsinnigste Börsen-Theorie, die Ihnen je untergekommen ist?

Die meisten klassischen Regeln basieren auf einer gewissen Logik oder sind nachprüfbar. Absurd wird es nur dann, wenn Menschen versuchen, unübliche Marktbedingungen zu rationalisieren, statt die Dinge so zu sehen, wie sie sind

5. Welches Buch sollte jeder Fondsmanager gelesen haben?

Fondsmanager sollten Verschiedenes lesen, anstatt dass sich alle auf dieselben Bücher stürzen. Insofern gibt es für mich keine Pflichtlektüre. Zu meinen Lieblingsbüchern gehört allerdings An engine, not a camera von Donald MacKenzie



6. Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mit Ihrem Fonds einmal hinter der Konkurrenz zurückbleiben?

Im Wettbewerb hinterherzuhinken sollte doch Motivation genug sein, oder?

7. Und die Belohnung, wenn Sie alle anderen abgehängt haben?

Man sollte sich nicht selbst belohnen – schließlich gibt es im Fondsmanagement keine wirkliche Ziellinie

8. Ihr bislang schönstes Erlebnis als Fondsmanager?

Da fällt mir nichts Konkretes ein. Es ist allerdings immer wieder schön, einen anderen Ansatz als die breite Masse zu verfolgen und dabei richtig zu liegen – beispielsweise, wenn man eine beliebte Aktie gegen den Trend shortet und am Ende Recht behält

9. Worüber haben Sie sich in jüngster Zeit so richtig geärgert?

Dinge, die mich ärgern, versuche ich an mir abperlen zu lassen – zum Beispiel durch Sport, genug Schlaf und Ablenkung. Aber einfach ist das nicht...

10. Und wem würden Sie gern einmal gehörig die Meinung sagen?

Diese Frage ist zu gefährlich, um sie zu beantworten!

11. Was sammeln Sie?

Nichts