34f-Berater „Die Prüfanforderungen sind zu umfangreich“

Daniel Ziska

Daniel Ziska

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DAS INVESTMENT: Ende 2014 hätten die Prüfberichte für das Jahr 2013 eingereicht werden müssen. Hat die Branche dies gemeistert?

Daniel Ziska: Der AfW hat kaum Rückmeldungen seiner Mitglieder in dieser Frage bekommen, daher gehen wir davon aus, dass es zu keinen großen Verzögerungen gekommen und es in vielen Fällen geklappt hat. Je nach Bundesland sind verschiedene Behörden die Empfänger der Prüfberichte – Industrie- und Handelskammern oder Gewerbeämter. Unser Eindruck ist, dass Rückfragen am ehesten von den IHKs kommen. Diese scheinen kritischer zu prüfen als die Gemeindebehörden. Das ist auch verständlich.

Warum?


Die Kammern würden offensichtlich gern sehr viel ausführlicher prüfen. Im Frühjahr 2014 wurde der IDW-Prüfstandard entwickelt und wie bei einem Gesetzverfahren konnten interessierte Kreise zuvor zum Entwurf Stellung nehmen. Es gab vier Stellungnahmen. Während Steuerberater- und Wirtschaftsprüferverband eher organisatorische und formelle Dinge bemängelt haben, war der Grundtenor des DIHK, dass die Prüfung insgesamt sehr viel ausführlicher sein sollte. Sprich, es sollte mehr geprüft, mehr dokumentiert, mehr gehaftet und mehr berichtet werden.

Diese Vorschläge wurden aber so nicht umgesetzt?

Nein, der im April 2014 veröffentlichte verpflichtende Prüfstandard für Wirtschaftsprüfer unterscheidet sich bei den Eingaben kaum vom Entwurf. Leider wurden auch die Anregungen des AfW nicht übernommen. Der Verband hatte dargelegt, warum es nicht sinnvoll ist, bei den hier betroffenen Kleinst- und Kleinunternehmen ein Maß anzusetzen, welches fast an die Anforderungen für Finanzdienstleistungsinstitute heranreicht.