39 Fonds im Crashtest Die besten Fonds für Technologieaktien

Warteschlange vor einem Apple-Store: Der IT-Gigant mit dem einprägsamen Logo findet sich in vielen Technologiefonds. (Foto: Getty Images)

Warteschlange vor einem Apple-Store: Der IT-Gigant mit dem einprägsamen Logo findet sich in vielen Technologiefonds. (Foto: Getty Images)

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Technologiewerte feierten in den vergangenen zwei Jahren ein Comeback. Das zeigen auch die Performance-Ergebnisse entsprechend ausgerichteter Aktienfonds. Auf Zwölf-Monats-Basis (Stichtag: 16. März 2015) schaffte mehr als die Hälfte der 39 für den aktuellen Crashtest ausgewerteten Fonds auf Euro-Basis eine Performance von über 40 Prozent. Ganz vorn in punkto Performance liegt der Siegerfonds in der Gesamtwertung, der Source Technology S&P US Select Sector ETF, mit gut 52 Prozent Wertzuwachs.

Crashtest: Die besten Technologie-Fonds

  Fonds Punkte
Gesamt
Pkt.
Perfor-
mance
Pkt.
Stress-
test
Pkt.
Rating
Vol. in
Mio. €
1 Source Technology S&P US Select SectorETF 220 74 76 70 457
2 Janus Global Technology Fund 198 51 77 70 59
3 Uni-Sector Hightech 185 37 91 57 67
4 Lyxor ETF MSCI World Information Technology 178 40 68 70 20
5 DNB Technology 177 70 50 57 138
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Sortierkriterium: Punkte Gesamt, Quelle: Testverfahren DER FONDS, Berechnung und Daten: FWW Fundservices GmbH (Stichtag: 16. März 2015), Wertentwicklung auf Euro-Basis
Quelle: Sortierkriterium: Punkte Gesamt, Quelle: Testverfahren DER FONDS, Berechnung und Daten: FWW Fundservices GmbH (Stichtag: 16. März 2015), Wertentwicklung auf Euro-Basis


Angesichts der stark gestiegenen Kurse fürchtet so mancher schon ein neues Tech-Bubble-Desaster. Nicht so Markus Golinski, Manager des drittplatzierten Uni-Sector Hightech. „Ich sehe keine Blase“, sagte er jüngst im Gespräch mit Boerse ARD.de. Die meisten Technologie-Unternehmen seien heute viel besser aufgestellt.



Auch Brad Slingerlend, Manager des Janus Global Technology, dem besten aktiv gemanagten Fonds des aktuellen Crashtest, findet eigenem Bekunden zufolge noch genügend interessante Anlagemöglichkeiten – selbst in den Trend-Bereichen Cloud Computing und Mobile Computing (siehe Interview).

Die Sieger-Fonds im Kurzporträt

Platz 1:
Source Technology S&P US Select Sector ETF

Alle Werte des US-Aktienindex S&P 500 lassen sich auf neun Bereiche verteilen, die sogenannten Select-Sektoren. Einer dieser Sektoren ist Technologie. 71 Aktien aus dem Mutterindex befinden sich aktuell im Index S&P US Select Sector Technology. Der von Source aufgelegte ETF bildet möglichst genau eine besondere Variante des Index ab, den S&P Select Sector Capped 20% Technology Total Return (Net). Dort ist das Gewicht eines Einzeltitels bei der vierteljährlichen Neugewichtung auf 20 Prozent begrenzt.

Dieser Marke kommt derzeit nur Apple nahe. Zurzeit liegt das Gewicht des Unternehmens bei etwas über 18 Prozent. Weitere Schwergewichte im Index sind Microsoft (knapp 9 Prozent) und Google (8 Prozent). Bei den Unter-Sektoren dominieren die Bereiche Computer-Hardware (20 Prozent) und Internet-Software und -Services (15 Prozent).

Source bildet den Index synthetisch mittels eines Swaps ab. Das Besondere bei den Source-ETFs: Zur Risikoreduzierung gibt es mehrere Swap-Kontrahenten. Die Kosten pro Jahr liegen bei 0,3 Prozent.

Platz 2: Janus Global Technology

Brad Slingerlend (im Bild) und Brinton Johns sind nicht an Unternehmen mit kurzfristigen Gewinnen interessiert, sondern haben einen langfristigen Investmenthorizont. Die Manager des Janus Global Technology suchen weltweit nach Wachstumsunternehmen, die den technologischen Fortschritt durch Innovation vorantreiben oder davon profitieren. Den Kern bilden Unternehmen, die die Manager als robust einschätzen. Qualität, Wachstum und Kontext sind die wichtigsten Kriterien.

Basis für die Auswahl sind eine Fundamental- und eine Bewertungsanalyse. Mit kleineren Positionen wetten die Manager zudem auf Unternehmen mit potenziell starkem Auftrieb, wenn ein bestimmtes Szenario eintritt.

Der Fonds ist schwerpunktmäßig – zurzeit zu rund 80 Prozent – in den USA investiert. 4 Prozent stecken in britischen Firmen und rund 10 Prozent in Asien, vor allem in Südkorea, China und Taiwan. Informationstechnologie macht mit rund 80 Prozent den wichtigsten Bereich aus. Hinzu kommen etwas zyklischer Konsum und Finanzen. Apple ist die größte Position mit knapp 9 Prozent. Google, Oracle und die britische ARM Holdings sind weitere große Positionen. Insgesamt befinden sich rund 90 Aktien im Portfolio.

Platz 3: Uni-Sector Hightech

Der im Herbst 1999 aufgelegte Fonds investiert global in Unternehmen aus der Computer-, Software- und High-Tech-Branche. Markus Golinski, der zuvor Tech-Fonds bei Allianz Global Investors und DWS managte, hat den Fonds im vergangenen Jahr von Gunther Kramert übernommen. Golinski konzentriert sich auf die Einzeltitelauswahl mittels fundamentaler Analyse. Länder- oder Subsektor-Wetten geht er nicht bewusst ein. Sein Anlagehorizont liegt bei zwei bis drei Jahren. 40 bis 60 Titel sind normalerweise in dem relativ konzentrierten Portfolio.

Größter Wert ist mit knapp 10 Prozent auch in diesem Fonds Apple. Übergewichtungen gegenüber der Benchmark hat Golinski jedoch bei anderen Titeln. Er mag zum Beispiel Standardwerte, die von der Erholung der IT-Investitionen profitieren, etwa das Software-Unternehmen Oracle, den Hardware-Konzern-HP oder den IT-Dienstleister Accenture.

Gut zwei Drittel des Fondsvermögens hat Golinski in den USA investiert, für einen Tech-Fonds ein vergleichsweise niedriger Wert. Neben japanischen Titeln (etwa 6 Prozent) sind vor allem europäische Unternehmen (über 20 Prozent) im Portfolio. Tec-Dax-Aktien hält Golinski im Vergleich zu Nasdaq-Titeln allerdings für teuer.

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