4 Vereinfachungen Wie die DVAG die Riester-Rente retten will

Musikabend im Seniorenheim: DVAG-Vorstand Helge Lach schlägt vier Vereinfachungen bei der Riester-Rente vor | © Getty Images

Musikabend im Seniorenheim: DVAG-Vorstand Helge Lach schlägt vier Vereinfachungen bei der Riester-Rente vor Foto: Getty Images

Dass die Riester-Rente gescheitert sein soll, kann DVAG-Vorstandsmitglied Helge Lach nicht bestätigen. „Im Jahr 2015 wurden insgesamt über 350.000 Riester-Renten neu vermittelt; 2016 werden es wieder über 300.000 sein“, erklärt er im Interview mit der hauseigenen Online-Publikation VGA Nachrichten.

Allerdings sei das Zulagen-System hochkompliziert. Damit die staatlich geförderte Altersvorsorge noch besser bei der Bevölkerung ankommt, seien Vereinfachungen nötig, erklärt Lach und schlägt vier Maßnahmen vor.

  1. Zulagen für alle

„Die meisten Probleme entstehen aus der Unterscheidung zwischen der unmittelbaren und mittelbaren Zulagenberechtigung“, erklärt der DVAG-Vorstand. Sein Verbesserungsvorschlag: Jedem Erwerbstätigen einen Anspruch auf staatliche Zulagen einräumen. Das würde diese Unterscheidung überflüssig machen und das ganze Prozedere stark vereinfachen.

  1. Anspruch auf Kinderzulage für alle Kinder bis 18

Auch die Verknüpfung der Kinderzulage mit dem Kindergeld macht das Verfahren laut Lach komplex und fehleranfällig. Denn arbeitet ein Jugendlicher zum Beispiel in den Schulferien oder hat aus anderen Gründen vorübergehend keinen Anspruch auf Kindergeld, wird die Zulage oft nachträglich eingezogen und sorgt für Verwirrung bei Betroffenen. Besser wäre es laut Lach, wenn ein Anspruch bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs bestehen würde.