400 Beschäftigte betroffen Deutsche-Bank-Mitarbeiter müssen am Samstag arbeiten

Hauptsitz der Deutschen Bank in Frankfurt | © Getty Images

Hauptsitz der Deutschen Bank in Frankfurt Foto: Getty Images

Hier wird eine heilige Kuh geschlachtet: Die Deutsche Bank hat an acht Standorten in Deutschland Beratungszentren eröffnet und bietet ihren Kunden Beratung jetzt auch an Samstagen an. 400 Mitarbeiter sind von der neuen Regelung betroffen. Das geht aus verschiedenen Medienberichten hervor, die sich auf eine Stellungnahme des Verdi-Verhandlungsführers Jan Duscheck und Informationen aus Finanzkreisen und berufen.

Demnach hat die Deutsche Bank mit den Gewerkschaften Verdi und DBV einen Kompromiss erzielt und diesen in einem Haustarifvertrag festgeschrieben: In den regionalen Beratungszentren, die an den regulären Werktagen von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr erreichbar sind, können Deutsche-Bank-Kunden auch samstags mit einem Mitarbeiter sprechen. Die Kontaktaufnahme erfolgt per Telefon, Video oder Online-Chat und kann an Samstagen zwischen 9 und 15 Uhr in Anspruch genommen werden.

Die Beratungszentren sind in Wuppertal, München, Hamburg, Berlin, Leipzig, Mainz, Mannheim und Essen angesiedelt. Alle Standorte haben bereits ihren Betrieb aufgenommen.

Die Gewerkschaften, die die Samstagsarbeit für die Beschäftigten eigentlich stets vermeiden wollten, haben entgegenkommende Bedingungen aushandeln können. So sollen Mitarbeiter nicht zur Arbeit an Samstagen verpflichtet werden können, sondern müssen dem zustimmen. Maximal zwei Einsätze pro Monat dürfen es sein, im Gegenzug winkt ein Freizeitausgleich. Die Wochenarbeitszeit verkürzt sich für die Betroffenen um bis zu drei auf 36 Stunden. Mitarbeiter, die in den Beratungszentren aktiv sind, sollen zudem günstige Vorruhestandregelungen in Anspruch nehmen können.

Der zwischen Gewerkschaften und Deutscher Bank ausgehandelte Tarifvertrag, der die Samstagsarbeit vorsieht, ist bis Ende 2019 befristet. Danach wollen beide Seiten neu entscheiden.