5 Prozent mehr Gewinn Allianz will Prämienaufkommen um 6,5 Milliarden Euro jährlich steigern

Oliver Bäte, seit Mai Vorstandsvorsitzender bei Allianz SE

Oliver Bäte, seit Mai Vorstandsvorsitzender bei Allianz SE

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Der Versicherungskonzern Allianz SE hat sich ambitionierte Ziele für die nächsten Jahre gesetzt. Unter anderem sollen jährlich zusätzlich 6,5 Milliarden Euro an Prämieneinnahmen generiert werden. Den Gewinn je Aktie will Allianz zwischen 2016 und 2018 jährlich um durchschnittlich fünf Prozent steigern, teilte der Konzern am Dienstag mit.

Europas größter Versicherungskonzern will sich dafür auf die profitabelsten Geschäftsbereiche konzentrieren. Das Unternehmen peilt bis 2018 eine Eigenkapitalrendite, bereinigt um nicht realisierte Kapitalgewinne und -verluste aus Anleihen sowie um andere Positionen, von 13 Prozent an.



Oliver Bäte, seit Mai Vorstandsvorsitzender, hat derzeit mit den sehr niedrigen Zinsen, strengeren Kapitalvorschriften und Sorgen wegen einer Abkühlung auf den Hauptmärkten zu kämpfen. Die Aktie gab um bis zu 1,7 Prozent nach.

Wie die Allianz weiter mitteilte, wurde ein Gemeinschaftsunternehmen mit Baidu Inc. und Hillhouse Capital Management Ltd. gegründet, um in China digitale Versicherungen anzubieten. An dem Unternehmen ist die Allianz mit 20 Prozent beteiligt, und es werde sich auf den Bereich Sach- und Unfallversicherung in einem Markt konzentrieren, für den ein jährliches Wachstum von 40 Prozent für digitale Versicherung in den nächsten fünf Jahren erwartet wird.

Allianz will die Eigenkapitalrendite in allen Divisionen des Bereichs Leben und Gesundheit auf mindestens zehn Prozent steigern. Deutschland und Spanien waren die einzigen unter acht Landesdivisionen, die diese Marke im vergangenen Jahr überschritten haben, wie es in einer Präsentation auf der Webseite hieß.