60 Millionen Dollar eingefroren Geldwäsche-Verdacht: Florian Homm will endlich angeklagt werden

Florian Homm

Florian Homm

„Seit Jahren haben die Amerikaner und Schweizer die Möglichkeit, mich in Deutschland zu verklagen – warum tun sie es nicht?“, fragt Florian Homm im Gespräch mit dem Schweizer Finanznachrichten-Portal Finews.ch. Dem ehemaligen Hedgefonds-Manager, der in der Schweiz und den USA unter Betrugs- und Geldwäsche-Verdacht steht, ist nach eigenen Angaben kein diesbezüglicher konkreter Gesuch der Schweizer oder auch der US-Behörden bekannt.

Kaum Chancen, vor dem Prozess an gesperrte Konten zu kommen

Doch warum Homm unbedingt so schnell wie möglich angeklagt werden? Die Schweizer Ermittler haben bereits vor Jahren Konten des Ex-Hedgefondsmanagers in der Schweiz und Liechtenstein eingefroren. Auf diesen Konten sollen laut Homm rund 60 Millionen US-Dollar liegen. Homms Chancen, vor dem Prozess an dieses Geld heranzukommen, sind jedoch laut seinen Anwälten „minimal“.

Homm war bis 2017 Chef des Hedgefonds Absolute Capital Management. 2007 tauchte er - vermutlich mit Kundengeldern in Höhe von rund 400 Millionen Euro - ab. Ehemalige Geschäftspartner setzten daraufhin ein Kopfgeld von 1,5 Millionen Euro auf ihn aus. Nach fünfjähriger Flucht verhaftete ihn die italienische Polizei im März 2013 im Uffizien-Museum von Florenz.