69 Prozent der Anteile wechseln den Besitzer Investmentbank Mediobanca kauft sich beim Fondshaus RAM ein

RAM-Gründer Thomas de Saint-Seine: Durch die Partnerschaft mit Mediobanca könne man die Innovation auf eine neue Ebene heben.  | © RAM AI

RAM-Gründer Thomas de Saint-Seine: Durch die Partnerschaft mit Mediobanca könne man die Innovation auf eine neue Ebene heben. Foto: RAM AI

Die Genfer Privatbanken-Gruppe Reyl gibt 69 Prozent ihrer Anteile am Asset Manager RAM Active Investments an die italienische Investmentbank Mediobanca ab.

Dabei soll RAM AI aber weiter unabhängig agieren können. Das Fondshaus wurde 2007 in Genf gegründet und verwaltet in 14 Fonds rund 4,9 Milliarden Euro.

Die RAM-Gründer Thomas de Saint-Seine, Maxime Botti and Emmanuel Hauptmann werden auch in Zukunft einen „erheblichen Anteil des Aktienpakets“ der Firma halten und mindestens weitere zehn Jahre an Bord bleiben, heißt es in der Pressemitteilung. Auch die Genfer Privatbanken-Gruppe Reyl bleibt mit 7,5 Prozent an RAM AI beteiligt.

Aufsichtsbehörden müssen den Deal noch absegnen

Vorausgesetzt, dass die entsprechenden Aufsichtsbehörden die Transaktion absegnen, soll die Übernahme in der ersten Jahreshälfte 2018 abgeschlossen sein.

„Diese Partnerschaft liefert uns zusätzliche operative und finanzielle Mittel, mit der wir Innovation und Research auf eine ganz neue Ebene heben können. Gleichzeitig bleibt unsere Unabhängigkeit gewahrt“, sagt RAM-Geschäftsführer Thomas de Saint-Seine.

Bei Reyl will man die Einnahmen aus dem Verkauf unter anderem dazu nutzen, um eine „ambitionierte Digitalstrategie in der Wealth-Management-Einheit aufzubauen“, heißt es von der Bankengruppe.

Plus 15 Prozent beim verwalteten Vermögen der Mediobanca

Für Mediobanca würde die Übernahme das verwaltete Vermögen um rund 15 Prozent erhöhen. Derzeit liegt dieser Wert auf Gruppenebene bei 30 Milliarden Euro (Stand: Juni 2017).

Bei den Gebühreneinnahmen der Gruppe gäbe es ein Plus von rund 10 Prozent (jetzt liegen sie bei 500 Millionen Euro). Die Gebühreneinnahmen von Privatkunden und aus dem Asset Management könnten vom derzeit 134 Millionen Euro um 30 Prozent zulegen.