Absolute Return Hedgefonds fürs Volk verlieren an Glanz

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Fonds dieser Kategorie hatten in den vergangenen sechs Jahren etwa ein Drittel der Neugelder bei aktiv investierten Fonds auf sich vereinigt. Im laufenden Jahr sind die Zuflüsse so niedrig wie seit 2008 nicht mehr.

Nach Angaben des Fondsbeobachters Morningstar aus Chicago investierten Anleger in den ersten fünf Monaten 2015 1,2 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro), im Vergleich zu 39 Milliarden Dollar 2014 und 96 Milliarden Dollar im Rekordjahr 2013.

Die Fonds, deren schnelles Wachstum die Aufmerksamkeit von Aufsehern auf sie lenkte, blieben bei der Wertentwicklung im Vorjahr hinter jener von Aktien und Anleihen zurück. Dass Investoren so rasch wieder das Interesse an den Fonds verlieren, ist ein Rückschlag für die Anbieter, darunter Goldman Sachs und Pacific Investment Management Co. (Pimco).

„Aktien und Anleihen sind im vergangenen Jahr so gut gelaufen, dass viele Leute sich fragen: Warum brauche ich alternative Anlagen?“, sagt Lawrence Glazer, geschäftsführender Partner bei Mayflower Advisors in Boston.

Anfangs war die Attraktivität solcher Fonds einfach zu erklären - gerade vor dem Hintergrund, dass Anleger mit traditionell verwalteten Fonds während der Finanzkrise 2008 Geld verloren hatten: Wenn vermögende Privatpersonen und institutionelle Investoren Geld in Anlageprodukte investieren können, die ausreichend flexibel sind, um in jeder Marktlage Geld zu verdienen, warum nicht auch gewöhnliche Anleger?

Das half sogenannten Long-Short Aktienfonds und Absolute-Return Fonds, Anlagegelder anzulocken. Sogenannte Long-Short Aktienstrategien wollen sowohl von steigenden als auch fallenden Aktienkursen profitieren, Absolute-Return Fonds wiederum peilen an, unabhängig vom Marktumfeld einen absoluten Ertragszuwachs zu generieren.