Acatis-Chef Hendrik Leber: "In den letzten Wochen habe ich wunderschöne Aktien gefunden"

Acatis-Chef Hendrik Leber. Foto: Lutz Sternstein

Acatis-Chef Hendrik Leber. Foto: Lutz Sternstein

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Was Buffett und sein Team geleistet haben ist nur gutes Mittelmaß

Die vergangenen anderthalb Jahre seien schwierig gewesen, erklärt Hendrik Leber, Fondsberater und Chef der Investmentgesellschaft Acatis im Gespräch mit dem Handelsblatt. Selbst der Starinvestor Warren Buffett habe Probleme gehabt, sagt Leber. „Schaut man nur auf sein Aktienportfolio, ist es nicht weltbewegend, was Buffett und sein Team geleistet haben. Das ist einfach gutes Mittelmaß.“ Auch die Investmentlegende sei eben nur ein sterblicher Mensch und kein Guru.

Seit Mitte Februar habe aber die Stimmung deutlich gedreht, so Leber weiter. Im Moment fühle er sich sehr wohl. „In den letzten Wochen habe ich wunderschöne Aktien gefunden“, sagt der Acatis-Chef.

Luxusgüterhersteller wie Richemont zum Schnäppchenpreis

Zu den abgestürzten Perlen zählt Leber unter anderem die Aktien von Luxusgüterherstellern wie Richemont, Swatch, Burberry, Ralph Lauren und Hugo Boss, die zuletzt stark gefallen sind. Auch der Taschenhersteller Coach und die amerikanische Jeanskette Buckle litten unter der Zurückhaltung der Investoren gegenüber den bekannten Luxusmarken. 

Die Unternehmen seien aber alle profitabel, betont der Value-Investor. Natürlich leiden sie unter der schwächeren Nachfrage aus China. Dies sei auch der Grund, warum sie derzeit zum Schnäppchenpreis zu haben sind. „Aber diese Aktien werden sich auch wieder erholen“, ist Leber überzeugt. „Irgendwann wird die Welt wieder anfangen, Uhren, Handtaschen und Jeans zu kaufen“.