Aktie, Markt und Fonds des Monats Wie man vom Abstauber zur Kursrakete wird

Ein Techniker hilft dabei, eine Boeing 737-200 zu zerlegen, die als „Landshut“ traurige Berühmtheit erlangte: Im Jahr 1977 entführten RAF-Terroristen das Flugzeug nach Somalia. Es war ein dunkles Kapitel der Lufthansa. Heute geht es dem Unternehmen gut, und demnächst könnte es vom Pleite gegangenen Konkurrenten Air Berlin profitieren. | © Getty Images

Ein Techniker hilft dabei, eine Boeing 737-200 zu zerlegen, die als „Landshut“ traurige Berühmtheit erlangte: Im Jahr 1977 entführten RAF-Terroristen das Flugzeug nach Somalia. Es war ein dunkles Kapitel der Lufthansa. Heute geht es dem Unternehmen gut, und demnächst könnte es vom Pleite gegangenen Konkurrenten Air Berlin profitieren. Foto: Getty Images

In der Print-Ausgabe von DAS INVESTMENT tauchen schon seit Jahren regelmäßig Märkte und Aktien auf, die in dem Monat etwas Besonderes kennzeichnet. Außerdem nennen wir den Fonds, der im vorangegangenen Monat das meiste Geld einsammelte (Geldmarktfonds ausgenommen).

Ab heute erscheint dieser Dreiklang auch hier im Netz. Los geht es mit diesem hier.

Aktie des Monats: Lufthansa

Zugegeben, der Spruch mit dem beflügelten Aktienkurs liegt allzu deutlich auf der Hand. Außerdem ist die Aktie der Lufthansa ziemlich steil abgehoben. Kann man bringen, muss man nicht. Macht aber nichts, denn der Kurs der Lufthansa-Aktie notiert auch ohne Wortspiel so hoch wie seit über zehn Jahren nicht mehr.

Den richtigen Schub gibt derzeit die Hoffnung, das Unternehmen könne aus den Trümmern von Konkurrent Air Berlin einige lukrative Reste abstauben, zum Beispiel die österreichische Tochter Niki. Genaues bislang noch nicht fest, Mitte Oktober soll Klarheit einziehen. Außerdem werden Marktanteile frei, um die zwar auch Konkurrent Ryanair kämpfen wird. Der hat jedoch derzeit einigen Stress mit der eigenen Belegschaft. Es drohen Streiks. Das Problem hat Lufthansa schon durch, die Tarife mit den Piloten sind ein halbes Jahr alt und laufen erst einmal bis Juni 2022.

Überdies notiert die Aktie mit einem einstelligen Kurs-Gewinn-Verhältnis und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von etwa 1,5 eher auf Holzklasse-Niveau. Damit ist er nach unten noch gut abgesichert. Und sollte der Kurs sich mal nicht bewegen, bleibt immer noch die anständige Dividendenrendite von rund 3 Prozent.