Aktien-Investment Schiff ahoi! Wie Anleger vom Kreuzfahrt-Boom profitieren

Die Adonia der US-Reederei Carnival im Hafen der kubanischen Hauptstadt Havanna | © Getty Images

Die Adonia der US-Reederei Carnival im Hafen der kubanischen Hauptstadt Havanna Foto: Getty Images

ARTIKEL-INHALT 

Gerd Häcker, geschäftsführender Gesellschafter der steinbeis & häcker vermögensverwaltung

Asien verzeichnete in den vergangenen Jahren das größte prozentuale Wachstum und ein Ende dieser Dynamik ist nicht absehbar. So will die Branche beispielsweise in China bis 2021 mit 30 Prozent jährlich wachsen. Sehr beeindruckend im Reich der Mitte ist vor allem die Zunahme der Passagierzahlen für Hochseekreuzfahrten.

Während Asien im Allgemeinen weiterhin Rekordwachstumszahlen in der Kreuzfahrtbranche verzeichnen kann, lag Australien nur knapp dahinter. Auch die Zahlen aus den USA und Europa sind sehr vielversprechend.

Betrachtet man die Reisebranche im Allgemeinen, so verbuchen Kreuzfahrten ein erstaunlich langfristiges Wachstumspotenzial, da sie derzeit lediglich zwei Prozent des gesamten Freizeitreisemarktes ausmachen und die höchsten Zufriedenheitsquoten unter den internationalen Reisenden aufweisen.

Wachsende Mittelschicht in Asien setzt die Segel

Zwischen 2017 und 2026 erwartet die Branche die Indienststellung von insgesamt 97 neuen Kreuzfahrtschiffen mit einem gesamten Investitionsvolumen von 53 Milliarden US-Dollar. Carnival Cruise Lines will zum Beispiel die Marktführerschaft bis 2022 durch neue Schiffe weiter ausbauen. Dabei soll die Anzahl der Passagiere von 10 auf 13 Millionen erhöht werden.

Bei Royal Caribbean sieht es ähnlich aus. Das Unternehmen plant die Zahl der Reisenden von derzeit fünf Millionen auf sieben Millionen zu steigern. MSC Cruises will die Anzahl der Passagiere bis 2022 sogar verdoppeln. Identisches plant auch Norwegian Cruise Lines. Auch hier soll die Anzahl der Gäste an Bord auf etwa 3 Millionen von jetzt 1,5 Millionen ansteigen.

In Zukunft hohe Investitionen bei Marktführern

Mit neuen Destinationen und Schiffen reagiert die Branche auf die Wünsche der heutigen Reisenden, was sich in stetem Wachstum und starkem wirtschaftlichen Einfluss überall auf der Welt widerspiegelt.

In welchen Dimensionen die Branche denkt, zeigt sich auch an den Ausmaßen der neuen Schiffe. Im Mai vergangenen Jahres stach das größte Kreuzfahrtschiff der Welt in See: Die „Harmony of the Seas“ von Royal Caribbean bietet auf 16 Passagierdecks Platz für knapp 5.500 Gäste.