Aktien Südeuropa UI Tor zum Süden

Börse in Spaniens Hauptstadt Madrid (Foto: Cristina Quicler / AFP / Getty Images)

Börse in Spaniens Hauptstadt Madrid (Foto: Cristina Quicler / AFP / Getty Images)

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Einfach wird das nicht. Es wird Jahre dauern, bis die stark verschuldeten Staaten in Südeuropa ihre Haushaltsprobleme in den Griff bekommen und die hohe Arbeitslosigkeit sinkt. Doch die Zeichen der Besserung mehren sich.

Erstmals seit vielen Monaten erzielte der gesamte Euroraum 2013 wieder ein Wachstum oberhalb der Nulllinie. Beispielhaft für die Erholung an der Euro-Peripherie steht Spanien.

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Regierungsvertreter in Madrid formulierten kürzlich das Ziel, im Jahr 2014 einen BIP-Zuwachs von mindestens einem Prozent zu erwirtschaften und im Jahr darauf einen positiven Primärhaushalt vorzulegen.

Die Börsen der Mittelmeer-Anrainer nehmen die Erholung vorweg. Während jedoch Dax und Dow von einem Rekord zum anderen jagen, trennen die Leitindizes in Mailand oder Lissabon noch 40 bis 50 Prozent von ihren Höchstständen.

Südeuropa entpuppt sich als Fundgrube für Value-Investoren. „Manche Unternehmen notieren noch immer auf oder nahe ihrem Buchwert“, so Andreas Hauser.

Um diesen Schatz zu heben, hat der Portfoliomanager mit seinen Kollegen der Habbel, Pohlig und Partner Vermögensverwaltung im Februar 2013 den Regionenfonds Aktien Südeuropa UI (WKN: A1J9A7) aus der Taufe gehoben.

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Er ist bisher der einzige Publikums-Aktienfonds für die gesamte Mittelmeerregion geblieben. Das Misstrauen gegenüber Südeuropa sitzt offenbar tief. Der aufgelaufene Reformstau lasse sich auch nicht von heute auf morgen beseitigen, räumt Experte Hauser ein.

Der Vermögensverwalter und Certified Asset Manager rechnet jedoch fest damit, dass der Euroraum seine Krise letztendlich überwindet und in der jetzigen Grundstruktur erhalten bleibt.

„Der Wille der Politiker, den Euro zu retten, ist übermächtig“, formuliert der Anlagestratege der 1996 gegründeten Habbel, Pohlig und Partner Vermögensverwaltung, die sich im Management europäischer Aktien bereits einen Namen gemacht hat.

Hauser rechnet mit einem zweiten Schuldenschnitt für Griechenland: „Der griechische Aktienmarkt dürfte das als Erleichterung auffassen und anschließend steigen, denn ein Schuldenschnitt würde die Unternehmen überhaupt nicht treffen.“

Der Portfoliomanager kann sich vorstellen, den Anteil griechischer Aktien im Portfolio von zuletzt 7 Prozent aufzustocken. Dass weitere bedrängte Staaten auf einen Haircut zusteuern, glaubt Hauser nicht.