Aktienkur vervierfachte sich Goldman-Sachs-Aktien machen Lloyd Blankfein zum Milliardär

Goldman-Sachs-Zentrale in New York. Foto: Getty Images

Goldman-Sachs-Zentrale in New York. Foto: Getty Images

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Als größter Einzelaktionär von Goldman Sachs besitzt Blankfein ein Aktienpaket im Wert von fast 500 Millionen Dollar. Immobilien und ein Investmentportfolio, die mit Cash-Boni und Ausschüttungen der Private-Equity-Fonds der Bank finanziert wurden, sind mehr als 600 Millionen Dollar wert.

Der Sohn eines Postangestellten aus New York hat damit seinen Wohlstand dramatisch gesteigert. Er ist einer der wenigen derzeitigen Chefs einer global aufgestellten Bank, der bereits im Top-Management war, bevor die Firma an die Börse ging. Das wird auch so bald nicht wieder passieren, weil Goldman Sachs die letzte der großen Wall-Street-Firmen war, die ihr Private-Partnership-Modell aufgab.

„So etwas wird zukünftig selten sein“, sagt Alan Johnson von der Vergütungsberatungsfirma Johnson Associates, „die meisten Leute werden keine so lange Karriere im Spitzenmanagement machen, und es ist natürlich auch ungewöhnlich, dass jemand so viele von den Aktien behält, die er bekommt. Und dann muss die Firma natürlich auch sehr erfolgreich sein.“

Der 60-jährige Blankfein war Co-Chef des Festverzinslichen-Handels, als Goldman Sachs an die Börse ging. Der IPO brachte der Führungsriege sehr viel Geld ein. Partner der Firma erhielten zu dem Zeitpunkt im Durchschnitt Aktien im Wert von 63,6 Millionen Dollar. Henry Paulson, Vorstandschef der Bank vor und nach dem Börsengang, besaß Aktien und Optionen im Wert von fast 600 Millionen Dollar, als er 2006 die Firma verließ, um US-Finanzminister zu werden. Dank dieses Schritts konnte er seinen Anteil steuerfrei verkaufen.

Der Aktienkurs der Firma ist seit dem Börsengang um 298 Prozent gestiegen, während der Standard & Poor‘s 500 Financials Index sechs Prozent verlor.

Goldman-Sprecher Jake Siewert wollte die Berechnung von Bloomberg weder bestätigen noch dementieren. Er sagte, Blankfein habe einen Kommentar zu seinem privaten Vermögen abgelehnt.

Neben Blankfein besitzen vier weitere derzeitige Goldman-Sachs-Manager Aktien des Unternehmens im Wert von jeweils mehr als 175 Millionen Dollar: Präsident Gary Cohn, Finanzchef Harvey Schwartz, General Counsel Greg Palm und Vize-Chairman John S. Weinberg, der in diesem Monat seinen Rücktritt angekündigt hat.

Bei den anderen vier größten amerikanischen Investmentbanken hält nur ein aktueller Manager Aktien seines Unternehmens im Wert von mehr als 50 Millionen Dollar: Jamie Dimon, Vorstandschef von JPMorgan. Sein Anteil entspricht laut Bloomberg Billionaires Index fast der Hälfte seines Nettovermögens von rund 1,1 Milliarden Dollar.