Aktienmarkt-Analyse Beruhigende Fakten in unruhigen Börsenzeiten

Sara Zinnecker ist Geldanlage-Expertin beim Online-Portal Finanztip.

Sara Zinnecker ist Geldanlage-Expertin beim Online-Portal Finanztip.

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Wenn es um die Geldanlage geht, setzen die Deutschen auf Sicherheit. Bei privaten Anlegern betrug der Anteil von Aktien und Investmentfonds mit Aktien nach Angaben der Bundesbank im Jahr 2015 deutlich weniger als 20 Prozent.

„In einer Zeit, in der die Aktienmärkte stark schwanken, ist der Wunsch nach Sicherheit bei der Geldanlage nachvollziehbar“, sagt Sara Zinnecker, Geldanlage-Expertin bei Finanztip. „Allerdings können Sparer nur mit einer ausgewogenen Mischung verschiedener Anlageklassen ihr Vermögen langfristig steigern.“

Eine Finanztip-Auswertung von Daten ab 1975 zeigt, wie sich drei Portfolio-Typen über verschiedene Anlagezeiträume entwickelt haben.

Über fünf Jahre schwanken die Musterportfolios stark im Wert

Finanztip hat drei gängige Anlegerprofile nachgebildet:

Der sicherheitsorientierte Anleger verzichtet auf Aktien und legt je zur Hälfte in Tages- und Festgeld an. Der ausgewogene Anleger investiert 40 Prozent seines Geldes in den Weltaktienindex MSCI World und jeweils 30 Prozent in Tages- und Festgeld. Der renditeorientierte Anleger investiert 80 Prozent in den MSCI World und 20 Prozent in Tagesgeld.

„Für die Anlagedauer von fünf Jahren zeigen sich starke Schwankungen bei den Renditen der einzelnen Musterportfolios, vor allem im aktienstarken Portfolio. Die besten und schlechtesten Renditen liegen um mehr als 30 Prozentpunkte pro Jahr auseinander“, sagt Sara Zinnecker. „Auch im ausgewogenen Portfolio sind Verluste nicht ausgeschlossen.“

Seite 2: Nach 15 Jahren liegen alle Portfolios im Plus