Aktienmarkt Unternehmensabspaltung: „Spin-off“ als sicherer Renditebringer?

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Am 12. September hat der Energiekonzern E.On seine abgespaltene Tochter Uniper an die Börse gebracht. In ihr hat der Konzern seine konventionellen Kraftwerke, den Energiegroßhandel sowie die Gasproduktion gebündelt. Nach der Abspaltung will sich der Konzern verstärkt auf den Bereich „Neue Energien“ sowie „Stromnetze“ konzentrieren.

Allerdings konnten die Atomkraftwerke – auf Druck der Politik – nicht in die Konzerntochter überführt werden. Viele Marktakteure hoffen nun auf eine gute Kursentwicklung, wie zuletzt bei der Abspaltung von Osram durch Siemens. Auch die erfolgreiche Abspaltung von Lanxess durch Bayer ist vielen Aktionären noch in guter Erinnerung.

Aktionär erhält Aktien der Tochtergesellschaft

Diese Firmenabspaltungen ähneln der Konstellation E.On / Uniper: Bei Osram und Lanxess erfolgte beispielsweise eine vollständige Abspaltung in Form einer so genannten Aktiendividende, bei der jeder bestehende Aktionär neue Aktien der Tochtergesellschaft erhält und die Muttergesellschaft keinen Emissionserlös erzielt. Diese Form der Abspaltung wird in der Finanzliteratur als „Spin-off“ bezeichnet.

Alternativ kann der Mutterkonzern einen Börsengang der Tochter in Form eines IPOs anstreben – diese Form der Trennung wird als Equity Carve-out bezeichnet. Hierbei verkauft der Mutterkonzern einen Teil der Tochtergesellschaft über die Börse und erzielt einen Emissionserlös, behält jedoch üblicherweise die Mehrheit der Aktien.

Grafik: Source For Alpha AG

Ist die gute Performance dieser sogenannten „Spin-offs“ Zufall oder gibt es eine systematische Outperformance von abgespaltenen Tochterunternehmen?