Aktive versus passive Strategie Vorsicht bei ETFs für Hochzinsanleihen

Gershon Distenfeld, Director of High-Yield Debt beim Asset Manager AB

Gershon Distenfeld, Director of High-Yield Debt beim Asset Manager AB

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Denn ETFs weisen für die Suche nach den zukünftig besten Anlagemöglichkeiten strukturelle und von vielen Anlegern unerwartete Einschränkungen auf. „Durch das Begeben weiterer Schuldtitel steigt die Gewichtung des betreffenden Unternehmens in den Anleihenindizes“, schreibt Distenfeld in einem aktuellen Investment-Blog auf der Internetseite von AB. „Dementsprechend leihen Anleger den größten Schuldnern das meiste Geld. Dies ist gewiss kein vorsichtiger Ansatz, und es kann sich als ausgesprochen schmerzvoll erweisen, wenn die Schwergewichte in Indizes ins Wanken geraten“, erklärt der Experte.

Aktive Fonds haben oft eine bessere Wertentwicklung

Was aber ist eine bessere Alternative? „Im Gegensatz zu ETFs haben aktive High-Yield-Strategien die freie Wahl, in welche Anleihen sie investieren. Dies eröffnet die Möglichkeit, sich auf Emittenten zu konzentrieren, die gute Fundamentaldaten und solide Kreditkennzahlen aufweisen – und dementsprechend Anleihen zu meiden, deren Abwärtsrisiken ihr Gewinnpotenzial überwiegen könnten“, so Distenfeld. Mit einem Blick auf die Performance untermauert der AB-Experte seine Überzeugung: „Seit der Finanzkrise sind High-Yield-ETFs durchgängig hinter aktiv verwalteten Investmentfonds zurückgeblieben.“