Aktives versus passives Fondsmanagement

Markus Hill

Markus Hill

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„Viele fühlen sich berufen, nur wenige sind auserwählt“ – dieser Satz beschreibt mehr oder weniger zutreffend die Positionierung von aktiven Fondsmanagern in der seit Jahren kontrovers geführten Diskussion: Bringt aktives Fondsmanagement dem Investor einen Mehrwert? Sollten vielleicht alle Investoren ausschließlich passiv investieren? Fragen, die aufgrund der Tatsache von unsicheren Erwartungen an die Zukunft und unzureichender Informationskapazität von Investoren merkwürdig radikal anmuten. Eine eindeutige Antwort ist gewünscht, aber oft wird nicht jeder Wunsch wahr.

Fondsboutiquen und Kapitalanlagegesellschaften – „Fondsgate“ ante portas?

Fondsgesellschaften wie Universal-Investment, Alceda, IP Concept und andere fördern seit Jahren durch ihre Aktivitäten die Etablierung von unabhängigen Asset Managern (Fondsadvisor) mit oft interessantem aktivem Können im Fondsmanagement.

Auch bei den großen Adressen wie DWS, Union Investment sowie Allianz Global Investors lassen sich häufig hauseigene Talente finden, die Investoren einen Mehrwert bieten. Seit einigen Jahren treten gerade Fondsadvisor aus dem Bereich der Vermögensverwalter durch sogenannte Vermögensverwaltende Ansätze zunehmend in der Öffentlichkeit auf.

Die Frage stellt sich, ob aktives Fondsmanagement überflüssig ist. Beim Betrachten der Kritik an den Erfolgen von aktiven Ansätzen aufgrund der geringen Outperformer-Prozentsätze für verschiedene Zeitperioden glaubt der eine oder andere Investor manchmal vielleicht an eine „Verschwörung“ der Fondsindustrie: „Außer Spesen nichts gewesen“ – endgültiges Urteil oder vielleicht nur Ausdruck einer etwas zu eng gefassten Betrachtungsweise?