Aktuelle Befragung Mifid II bringt deutlich höhere Kosten als bisher gedacht

Beratung und Vermittlung wird EU-weit immer strikter reguliert: Vor allem Beratungs- und Telefonprotokolle werden die Kosten massiv in die Höhe treiben, befürchten Verantwortliche bei deutschen Finanzinstituten. Foto: Getty Images

Beratung und Vermittlung wird EU-weit immer strikter reguliert: Vor allem Beratungs- und Telefonprotokolle werden die Kosten massiv in die Höhe treiben, befürchten Verantwortliche bei deutschen Finanzinstituten. Foto: Getty Images

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Die Umsetzung der Mifid-II-Richtlinie bei Banken in Deutschland pausiert. Das zeigt die vierte Auflage der Bankenstudie "Mifid II Readiness" der Unternehmensberatung PPI. 

Die Forscher errechneten einen sogenannten Readiness-Index, der den Status der Mifid-II-Bereitschaft misst. Dieser Index erreicht nur 27 Prozent, das sind lediglich 5 Prozentpunkte mehr als vor neun Monaten. Die Banken und Sparkassen sind damit kaum besser auf die Umsetzung der Richtlinie vorbereitet als vor neun Monaten. 

96 Prozent glauben an höhere laufende Kosten ab 2018

Mehr als neun von zehn Instituten erwarten hohe laufende Kosten und eine Veränderung des Vertriebskonzepts, so ein weiteres Studienergebnis.

Außerdem rückt bei den Banken und Sparkassen der Fokus zunehmend weg von der Vorbereitung auf die EU-Finanzmarkt-Richtlinie hin zur Zeit danach. Die Umsetzung und Einhaltung der Richtlinie mit ihren Folgekosten macht ihnen Kopfzerbrechen. Alle befragten Institute rechnen mit hohem Aufwand zur Anpassung der IT-Systeme als größte Konsequenz von Mifid II. 96 Prozent glauben an höhere laufende Kosten ab 2018.