Aktuelle Studie Diese Vor- und Nachteile haben Gesundheits-Apps

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Er präsentiert eine detaillierte Studie über den Nutzen von Gesundheits-Apps. Foto: Getty Images

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Er präsentiert eine detaillierte Studie über den Nutzen von Gesundheits-Apps. Foto: Getty Images

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„Für viele sind Apps heute schon ein Ansporn, sich mehr zu bewegen, sich gesünder zu ernähren – und sie unterstützen zum Beispiel auch bei der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten. Das kann vielen Menschen eine wertvolle Hilfe sein“, sagt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bei der Vorstellung der Studie über Gesundheits-Apps. „Doch bei mehr als 100.000 Gesundheits-Apps ist es für Bürger, aber auch für Ärzte nicht einfach, zwischen guten und schlechten Angeboten zu unterscheiden.“

Nötig seien klare Qualitäts- und Sicherheitsstandards für Patienten, medizinisches Personal und App-Hersteller. Gleichzeitig müsse man dafür sorgen, dass Produkte, die einen wirklichen Nutzen für Patienten bringen, schnell in die Versorgung gelangen, so Gröhe.

Diese Ergebnisse liefert die Studie unter anderem:


  • Bei den gegenwärtig angebotenen Apps in den Kategorien „Medizin“ und „Gesundheit und Wellness“ sind Produkte mit diagnostischem oder therapeutischem Anspruch eher selten anzutreffen.
  • Es gibt Hinweise darauf, dass Gesundheits-Apps sich positiv auf die sportliche Aktivität der Nutzer, die Ernährung und die Gewichtskontrolle auswirken.
  • Gesundheits-Apps halten datenschutzrechtliche Anforderungen häufig nicht ein. Bei der Datenschutzerklärung und der Einholung von Einwilligungen durch die Nutzer fehlt es oft an Transparenz. Soweit Daten im Ausland gespeichert werden, ist die Nutzung nicht dem deutschen Datenschutzrecht unterworfen