Allianz: Ergebnis fällt um 40 Prozent

Die Jahrespressekonferenz der Allianz Deutschland AG: <br>(v.li.) Rainer Schwarz, Finanzvorstand, Lothar Landgraf, <br>Leiter Unternehmenskommunikation, Gerhard <br>Rupprecht, Vorstandsvorsitzender

Die Jahrespressekonferenz der Allianz Deutschland AG:
(v.li.) Rainer Schwarz, Finanzvorstand, Lothar Landgraf,
Leiter Unternehmenskommunikation, Gerhard
Rupprecht, Vorstandsvorsitzender

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Als Ursache nennt der Versicherer unter anderem geringere laufende Kapitalerträge aufgrund des niedrigeren Zinsniveaus und ein vermindertes versicherungstechnisches Ergebnis in der Schaden- und Unfallversicherung. Im Vergleich zum Vorjahr fehlte außerdem der einmalige Gewinn aus dem Verkauf selbst genutzter Immobilien des Jahres 2008. Zudem beeinflussten hohe Zukunftsinvestitionen in den Aufbau der Allianz Bank und in den Vertrieb das Ergebnis.

Positiver Trend bei Lebensversicherung

Der Umsatz der Allianz Deutschland wurde in 2009 um 6,9 Prozent auf 27,7 Milliarden Euro gesteigert. Ein positiver Trend bei der Lebensversicherung war dafür maßgeblich verantwortlich. „Unsere nachhaltige Anlagepolitik hat sich in der Finanzmarktkrise für die Allianz Deutschland AG und ihre Kunden bezahlt gemacht“, kommentierte Gerhard Rupprecht, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland AG.

Denn in der Lebensversicherung legten die Beitragseinnahmen um 11,6 Prozent auf 15 Milliarden Euro zu und übertrafen damit deutlich den positiven Markttrend, der von hohem Wachstum des Geschäfts gegen Einmalbeitrag geprägt war. Laut Allianz wurden hier in erster Linie Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag, Kapitalisierungsprodukte und das Vorsorgekonzept „IndexSelect“ nachgefragt.

Die Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung gaben hingegen um 1,2 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro nach, da die Preise insbesondere in der Kraftfahrtversicherung marktweit erheblich unter Druck gerieten.

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Die Krankenversicherung steigerte ihre Beitragseinnahmen um 1,8 Prozent auf 3,2  Milliarden Euro. Neben notwendigen Beitragsanpassungen aufgrund gestiegener Kosten im Gesundheitswesen geht das leichte Wachstum auf die Verkaufserfolge in der Vollversicherung zum Jahresende 2008 zurück. Viele Kunden nutzten damals noch die Möglichkeit, sich zu günstigeren Tarifen privat zu versichern, bevor die Regelungen zur Mitnahme persönlicher Alterungsrückstellungen im Rahmen des Wettbewerbsstärkungsgesetzes in der gesetzlichen Krankenversicherung in Kraft traten.

Prognose: 2010 ein schwieriges Jahr

Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Rahmendaten für 2010 rechnet Rupprecht nicht mit wesentlichen Wachstumsimpulsen aus der konjunkturellen Entwicklung. Insbesondere in der Autoversicherung sei keine Trendumkehr zu erwarten.