Allzeithoch Dax erstmals über 11.000 Punkte

Foto: boerse-frankfurt.de

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Die europäischen Aktienmärkte legen heute weiter zu und schließen damit an die Vortagesgewinne an, als die Waffenstillstandsvereinbarung für die Ukraine die Notierungen nach oben getrieben hatte.

Unterstützung erhielt der Markt von überraschend starken Konjunkturdaten. Die deutsche Volkswirtschaft war im vierten Quartal um 0,7 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet.

Die Hoffnung richtet sich nun auf eine Einigung in der Griechenland-Krise. “Auf dem Treffen der Regierungschefs der EU scheint es Fortschritte bezüglich Griechenland gegeben zu haben”, schrieben die Volkswirte der National-Bank aus Essen in einem Kommentar. So hatte der griechische Premierminister Alexis Tsipras am Donnerstag im Anschluss an die Gespräche gesagt, er sehe den politischen Willen zu einer Einigung, wenn im Februar das laufende Hilfsprogramm endet. Allerdings sei “der Bewegungsspielraum der Partner begrenzt, denn beispielsweise machen sich in Portugal erste Forderungen zu Recht breit, dass man bei Erleichterungen für Griechenland ebenfalls Zugeständnisse erwartet”, merkten die Volkswirte der National- Bank kritisch an. Die Eurogruppe wird sich am Montag erneut treffen, um eine Lösung für Griechenland zu finden.

Der Euro Stoxx 50 gewann 0,7 Prozent auf 3441 Punkte, während der Stoxx 600 mit 376,09 Zählern um 0,3 Prozent zulegte.

Crashtest: Die besten Aktienfonds Deutschland

  Fonds Punkte
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Perfor-
mance
Pkt.
Stress-
test
Pkt.
Rating
Vol. in
Mio. €
1 Acatis Aktien Deutschland ELM 222 84 88 50 121
2 DB Platinum III Platow 213 90 43 80 56
3 Julius Baer German Value Stock Fund 159 53 61 45 88
4 Swiss & Global AM Deutsche Aktien 158 59 49 50 57
5 Concentra 150 30 56 64 1,989
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Sortierkriterium: Punkte Gesamt, Quelle: Testverfahren DER FONDS, Berechnung und Daten: FWW Fundservices GmbH (Stichtag: 10. Dezember 2014)
Quelle: Sortierkriterium: Punkte Gesamt, Quelle: Testverfahren DER FONDS, Berechnung und Daten: FWW Fundservices GmbH (Stichtag: 10. Dezember 2014)


Gefragt waren erneut die Rohstoffwerte, die um 2,2 Prozent kletterten. Anglo American plc hatte mit dem Ebitda auf Jahresbasis von 7,83 Mrd. Dollar die erwarteten 7,71 Mrd. Dollar übertroffen. Der Titel gewann 2,9 Prozent. Auch ArcelorMittal konnte mit seinem Ebitda von 1,82 Mrd. Dollar die Erwartung von 1,78 Mrd. Dollar schlagen. Die Aktie legte um 2,8 Prozent zu. Die ThyssenKrupp AG hatte für das erste Quartal einen Gewinn vorgelegt und den Ausblick für das laufende Jahr bestätigt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 29 Prozent auf 317 Mio. Euro und lag damit knapp unter der Durchschnittsschätzung von 319,4 Mio. Euro. Nach dem Anstieg am Vortag verlor der Wert 1,6 Prozent.

Außerhalb des Rohstoff- und Stahlbereichs waren die Anteile von L’Oreal SA mit zwei Prozent Aufschlag gefragt. Der Konzern hatte ein unerwartet starkes Umsatzwachstum auf Quartalsbasis gemeldet und Zuversicht für 2015 geäußert.

Der Dax zog zuletzt um 0,7 Prozent auf 10.994 Punkte an. Zwischenzeitlich durchbrach er erstmals die Marke von 11.000 Punkten und stieg bis auf 11.013,85 Zähler an. Gefragt waren die Aktien von BASF SE, die sich um 1,4 Prozent verteuerten. Das Unternehmen ist auch im Ölgeschäft tätig und profitiert so von den zuletzt deutlich erholten Ölpreisen. Stärkster Titel im Dax war jedoch die Beiersdorf AG mit 2,5 Prozent Kursplus. Das Unternehmen hatte für das vergangene Jahr ein Ebit ohne Sonderfaktoren von 861 Mio. Euro berichtet, während Analysten nur 850 Mio. Euro prognostiziert hatten. Zudem ist Beiersdorf vorsichtig optimistisch für 2015.

Im MDax lagen Anteile der Aurubis AG mit 3,1 Prozent Aufschlag weit vorn. Das Unternehmen rechnet für das Geschäftsjahr 2014/15 mit einem “deutlich über dem Vorjahr” liegenden operativen Ergebnis.

Der Schweizer SMI zog um 0,4 Prozent auf 8647 Stellen an. Bankenwerte, die europaweit um 1,2 Prozent kletterten, lagen in Führung. So kletterten die Titel der UBS Group AG um 1,7 Prozent. Verluste erlitten dagegen die Valoren von Adecco SA mit 0,6 Prozent Abschlag. Vontobel hatte den Wert auf “Halten” abgestuft.