Alternative Anlageinstrumente Sieben Strategien für ein erfolgreiches Portfolio

Werkzeugkasten eines Ingenieurs: Multi-Asset-Strategien bedienen sich einer Vielzahl von Anlageklassen, die eine wirksame, zielgerichtete Partizipation am Markt ermöglichen. | © Getty Images

Werkzeugkasten eines Ingenieurs: Multi-Asset-Strategien bedienen sich einer Vielzahl von Anlageklassen, die eine wirksame, zielgerichtete Partizipation am Markt ermöglichen. Foto: Getty Images

Schon der Oberbegriff „Alternative Anlagen“ kann verwirren, denn letztlich gibt es keine allgemeingültige Definition. Vielmehr umfasst diese Anlageklasse ganz unterschiedliche Investments von Infrastruktur über Kreditverbriefungen bis hin zu Derivaten. Deshalb stellen wir hier ausgewählte Anlageklassen vor, mit denen Fidelity seine Multi-Asset-Strategien nach strengen Risikokriterien sinnvoll erweitern und die Diversifikation durch eine breite Vermögensallokation über Aktien und herkömmliche Anleihen hinaus erhöhen möchte.

Wir stellen sieben wichtige Anlageklassen vor, die in jedem gut sortieren erweiterten Werkzeugkasten von Investoren zu finden sein sollten.

1. Infrastrukturinvestments

Das Investitionsziel sind Projekte im Bereich gewerblicher und sozialer Infrastruktur wie beispielsweise Flughäfen, Autobahnen oder Schulen. Mit diesem Investment strebt der Fondsmanager Zugang zu hohen Ausschüttungen an. Wer beispielsweise in den Betreiber einer Mautstraße investiert, erwartet relativ stabile Ausschüttungen, weil der Einnahmestrom des Betreibers vergleichsweise konjunkturunabhängig und stabil verläuft. Die Anlageklasse Infrastruktur ist weitgehend unkorreliert zu anderen Anlageklassen und kann zur Diversifikation im Portfolio beitragen. Durch ihren Sachanlagencharakter können Infrastrukturinvestments zudem einen Beitrag zum Inflationsschutz liefern, da sie relativ konjunkturunabhängig Einnahmen generieren können. Die Anlage in Infrastruktur ist unter anderem über an Börsen gelistete Unternehmen (sogenannte Investment Trusts) möglich.

2. Marktneutrale Strategien

Bei einer marktneutralen Strategie investieren Fondsmanager einerseits in Aktien und bauen gleichzeitig in anderen Titeln oder im Gesamtmarkt Verkaufspositionen (Short-Positionen) auf. Beim Stichwort „Short“ denken viele Anleger sofort an Zocken und hohe Risiken. Tatsächlich lassen sich mit der Kombination von Long- und Short-Käufen Risiken mindern. Ein weiterer Nutzen: Wenn der Fondsmanager im Rahmen einer marktneutralen Strategie eine in seinen Augen aussichtsreiche Aktie kauft und parallel Indexfutures verkauft, kann er den potentiellen Mehrertrag, das Alpha, isolieren und das allgemeine Marktrisiko vermindern. Damit ist eine solche Strategie von der Wertentwicklung anderer klassischer Anlageklassen unabhängig. Marktneutrale Strategien können so zur Diversifizierung eines Gesamtportfolios beitragen.

3. Derivate

Keine Frage - seit der Finanzkrise haben Derivate kein besonders gutes Image. Doch Derivate wie Zertifikate, Optionen, Futures und Swaps sind besser als ihr Ruf. Für Anlageprofis sind solche Instrumente nützlich, denn sie können ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements sein. Und genau dazu sind Derivate ursprünglich entwickelt worden: um Risiken bestimmter Investments handelbar zu machen. Damit tragen sie letztlich dazu bei, dass die Kapitalmärkte effizient funktionieren. Ein weiterer Vorteil der Instrumente: Sie sind nicht nur maßgeschneidert für bestimmte Situationen, sondern obendrein kostengünstig – und damit für Anlageprofis häufig unverzichtbarer Bestandteil zeitgemäßer Multi-Asset-Strategien.

4. Kreditverbriefungen

Kreditverbriefungen sind variabel verzinste, besicherte Kredite von Unternehmen, die nicht über ein Investment-Grade-Rating verfügen. In der Regel nutzen Firmen diese Verbriefungen für die Finanzierung von M&A-Aktivitäten oder Investitionen. Üblicherweise syndizieren Banken diese Verbriefungen und verkaufen sie an institutionelle Anleger. Mit einem Engagement in diesem Segment strebt der Fondsmanager unter anderem Renditen an, die über denen von Investment-Grade-Anleihen liegen. Fondsmanager nutzen den Umstand, dass Kreditverbriefungen Zinsänderungen gegenüber weniger sensibel sind und gering mit anderen Anlageklassen korrelieren. Sollte der Emittent zahlungsunfähig werden, werden Kreditverbriefungen im Vergleich zu Hochzinsanleihen vorrangig bedient - auch das ist ein wichtiges Merkmal für Investoren.

5. Hybrid-Anleihen

Um ein Risikoprofil nutzen zu können, dass von herkömmlichen Anleihen abweicht, nutzen Fondsmanager Hybridanleihen und sogenannte Contingent Convertible Bonds (CoCo-Bonds). Sie nehmen eine Zwischenstellung aus Fremdkapital (Anleihen) und Eigenkapital (Aktien) des Emittenten ein. Mit der Anlage sollen bestimmte Renditen und regelmäßige Erträge erzielt werden. Das Universum dieser Anlageklasse wächst und eröffnet Investoren so in zunehmendem Maße Anlage- und Diversifikationsmöglichkeiten. Für die höheren Renditen müssen Anleger ihre nachrangige Bedienung im Insolvenzfall in Kauf nehmen - auch deshalb kommt es auf die Auswahl des geeigneten Instruments an.

6. Immobilien

Fondsmanager von Multi-Asset-Strategien können über Real Estate Investment Trusts, kurz: REITs, indirekt aber liquide in die Anlageklasse Immobilien investieren und so Immobilien mit ihren Anlagecharakteristika breit diversifiziert beimischen. Über den täglichen Börsenhandel bieten REITs Fondsmanagern gegenüber offenen Immobilienfonds oder direkten Immobilieninvestments eine deutlich liquidere Investmentalternative. Regelmäßige Erträge fließen über hohe Dividenden zurück an den Anleger.

7. Rohstoffe

Rohstoffe gelten vielen Anlegern als reines Spekulationsobjekt. Tatsächlich können Rohstoffe aber geeignet sein, um ein Portfolio zu diversifizieren. Der Vorteil dieser Anlageklasse: Sie korreliert nur relativ schwach mit anderen Investments, wie zum Beispiel Aktien. Das heißt: Die Wertentwicklungen verlaufen häufig nicht im Gleichklang. Damit können Rohstoffe die Wertschwankungen eines Portfolios mindern. Weil die Rohstoffpreise stark schwanken, nutzen die Multi-Asset-Strategien von Fidelity Rohstoffinvestments nur in geringem Umfang oder verzichten vollständig auf sie.

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