Alternative Investmentfonds Was kontrolliert eine Service-KVG?

Kai Renning, Senior Portfoliomanager bei der XOLARIS Service KVAG

Kai Renning, Senior Portfoliomanager bei der XOLARIS Service KVAG

Wie zuletzt im Beitrag zur Qualitätssicherung von Sachwert-Fonds durch die Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft (Service-KVG) beschrieben, ist die Service-KVG dirigierender Generalist zwischen aufsichtsrechtlicher und gesellschaftsrechtlicher Ebene sowie der operativen Umsetzung im Asset Management, in dem die Kompetenz des jeweiligen Initiators zum Tragen kommt.

Dabei muss die Service-KVG jederzeit „Herr der Lage“ sein, um die Effizienz und Wirksamkeit der Abläufe und gemeinsamen Prozesse sowie deren lückenlose Dokumentation zu gewährleisten. Hinzu kommt die aktive Kontrolle und Freigabe jedes Vorgangs, die in der Regel im Vorhinein erfolgen muss. Alles dies schafft für die Anleger eine hohe Transparenz auf allen Ebenen – und darin liegt die wirkliche Qualitätssicherung einer Service-KVG.

Dies zeigt sich mitunter bereits in der Fondskonzeption, in der die Service KVG die einzelnen Prozessschritte vorgibt und zentral die Ergebnisse dokumentiert. So sind auf Grundlage des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) bereits vom Beginn der Fondskonzeption an gewisse Themenbereiche aus der Betriebsphase einzukalkulieren. Ein Beispiel ist die Anforderung, jedes Asset im Zuge des Ankaufs unabhängig und objektiviert bewerten lassen zu müssen.

Im Hinblick auf den operativen Betrieb beziehungsweise auf das aktive Management der Assets, überwacht die Service-KVG unter anderem die Einhaltung der jeweiligen Anlagebedingungen und bestehenden Restriktionen. Die Verpflichtungsentscheidung ist grundsätzlich bei der Service-KVG angesiedelt. So bleibt die aktive Kontrollfunktion für das Durchsetzen der Anlegerinteressen über das Risiko- und Portfoliomanagement stets gewahrt. Hinzu kommt die nachgelagerte finale Kontrolle aufsichts- und gesellschaftsrechtlicher Vorgaben seitens der Verwahrstelle. Somit werden unter Leitung einer Service- KVG allen beteiligten Parteien sämtliche Vorgänge transparent gemacht.

Für eine Qualitätssicherung sind demnach, nicht nur bei der Auflegung, sondern auch für alle Zyklusphasen eines Alternativen Investmentfonds (AIF), die abgestimmten Prozessabläufe der beteiligten Parteien elementar. Darüber hinaus ergibt sich über eine gut aufgestellte und unabhängige Service-KVG ein zusätzlicher Qualitätsvorteil durch große Standardisierungspotenziale. Wesentlich ist hierbei neben stringenten Prozessabläufen das Zusammenspiel aus fachlicher Kompetenz und einer vernetzten, voll integrierten IT-Infrastruktur.

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