Alternative Investments Ein Stoßdämpfer für turbulente Zeiten

Christine Johnson, Head of Alternatives Product Management beim Asset Manager AB

Christine Johnson, Head of Alternatives Product Management beim Asset Manager AB

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Dieses Jahr ist gespickt mit wichtigen Wahlen in Europa – das bringt erhebliche Unsicherheit für die Anleger mit sich. In Frankreich dürfte Marine Le Pen von der Front National die zweite Runde erreichen. In Deutschland wird Angela Merkels langwährende Kanzlerschaft von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz gefährdet. Und die Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien stehen erst am Anfang – mit völlig unklarem Ausgang.

Ende der positiven Rahmenbedingungen

All diese Unsicherheitsfaktoren können in den kommenden Monaten für starke Schwankungen an den Aktien- und Anleihemärkten sorgen. Zuvor war die Volatilität lange Zeit aufgrund der marktstützenden Politik der Zentralbanken gering und die einzelnen Marktsegmente korrelierten stark untereinander.

Heute dagegen deuten die Zeichen auf ein Ende dieser positiven Rahmenbedingungen hin: In den USA steigen die Zinsen, und auch das Anleihekaufprogramm der EZB könnte mit hoher Wahrscheinlichkeit bald weiter reduziert werden. Die euphorische Reaktion der Märkte auf Trumps Vorschläge für ein Konjunkturprogramm könnte eine Art letztes Hurra für die herkömmlichen Vermögenswerte gewesen sein, nicht zuletzt, weil deren Umsetzung immer mehr Herausforderungen im Wege stehen.