Altersvorsorge: Reich in die Kiste

Qualmen für mehr Rente, Foto: Fotolia

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Raucher werden nicht alt. Wer an den rauchertypischen Krebsarten Lungen-, Luftröhren- oder Kehlkopfkrebs leidet, stirbt laut Statistischem Bundesamt im Schnitt mit 70 Jahren – und damit sieben Jahre früher als seine krebsfreien Altersgenossen. Die gute, wenn auch makabre Nachricht für Freunde der Zigarette: Rauchen kann sich bezahlt machen. Denn es gibt Policen, die Versicherten mit einer geringeren Lebenserwartung eine höhere Rente zahlen. Raucher-Statistiken Etwa die sofort beginnende Rentenversicherung „Individualpolice” des liechtensteinischen Lebensversicherers Quantum Leben. Wer sie über den deutschen Vertriebsarm Alternative Investments Deutschland (AID) abschließt, kann als starker Raucher – was einen Zigarettenkonsum von mehr als 15 Zigaretten am Tag voraussetzt – oder schwer Übergewichtiger bis zu doppelt so viel Rente bekommen wie gesunde Versicherte. Frei nach dem Motto: Je näher die Bahre, desto höher das Bare. Hierzulande noch Nischenprodukt
In Großbritannien sind derartige „Non-Standard Annuities” (frei übersetzt sind das Rentenversicherungen, die sich nicht an den klassischen Versicherten richten) seit Anfang der 90er Jahre gang und gäbe. Hierzulande sind sie noch ein exotisches Nischenprodukt. Ausschlaggebend für die Rentenberechnung der Quantum Leben ist, was der Hausarzt diagnostiziert. „Auf Basis seines Berichts wird das verbindliche Angebot erstellt”, so AID-Geschäftsführer Rüdiger Vogel. Um Betrugsfälle auszuschließen, kann die Versicherungsgesellschaft zudem bestimmte Tests verlangen. So zeigt ein Cotinin-Test zum Beispiel an, ob und wie stark jemand raucht – Cotinin ist ein Stoff, den der Körper bei Nikotinkonsum bildet.