Amundi-Studie zur Altersvorsorge Kunden wollen für Altersvorsorge persönliche Beratung

Gottfried Hörich, stellvertretender CEO und Vertriebsleiter von Amundi: „Der Abschluss der privaten Altersvorsorge findet bevorzugt nach einem persönlichen Beratungsgespräch statt“

Gottfried Hörich, stellvertretender CEO und Vertriebsleiter von Amundi: „Der Abschluss der privaten Altersvorsorge findet bevorzugt nach einem persönlichen Beratungsgespräch statt“

ARTIKEL-INHALT 

Bei der privaten Altersvorsorge ist das Kaufverhalten der Endverbraucher weniger digital als zu vermuten wäre. Nur knapp ein Drittel (31 Prozent) der Befragten würde eine private Altersvorsorge online kaufen, dagegen bevorzugen zwei Drittel (65 Prozent) den Kauf mit persönlicher Beratung vor Ort oder am Telefon. „Mit den Ergebnissen unserer quartalsweise durchgeführten Studie wollen wir einen Beitrag zum besseren Verständnis der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen bei der Altersvorsorge leisten. Wir haben die dritte Umfrage-Runde daher unter das Dachthema ‚Beratungsqualität und Digitalisierung‘ gestellt“, sagt Gottfried Hörich, stellvertretender CEO und Vertriebsleiter von Amundi.

Vorsorgevertrag erst nach persönlicher Beratung

„Wie sich zeigt, ist das Interesse an Online-Informationen hoch. Der Abschluss der privaten Altersvorsorge findet jedoch nach wie vor bevorzugt nach einem persönlichen Beratungsgespräch statt“, so Hörich. In der aktuellen Befragung legt die Amundi-Studie den Fokus auf drei Themenschwerpunkte: Das Sparverhalten, das Informationsverhalten und das Kaufverhalten. Dabei zeigen sich signifikante Unterschiede.

Ein Fünftel sorgt nicht vor

Deutlich weniger als die Hälfte der Befragten (43 Prozent) besitzt eine private Altersvorsorge. Unter denjenigen, die eine private Altersvorsorge haben, sind 27 Prozent in Wertpapiere, Aktien oder Fonds investiert. Gefragt nach den Aufwendungen für die private Altersvorsorge hat ein Fünftel (20 Prozent) angegeben, überhaupt nicht zu sparen. 15 Prozent sparen nicht regelmäßig. Bei der Höhe der gesparten Beträge ist das Bild uneinheitlich: Gut ein Viertel (28 Prozent) spart monatlich zwischen 51 und 200 Euro. 17 Prozent sparen bis zu 50 Euro, 13 Prozent mehr als 200 Euro.

Depotverwaltung digital, Altersvorsorge analog

Im Hinblick auf ihre Online-Affinität wurden die Befragten nach dem bevorzugten Weg der Verwaltung ihrer Finanzprodukte befragt. Dabei lieferte die Studie markante Ergebnisse: Zwei Drittel (66 Prozent) verwalten ihre Wertpapiere, Aktien oder Fonds eher online, ein Drittel (32 Prozent) eher persönlich. Bei der privaten Altersvorsorge ist es anders herum: Nur ein Drittel der Befragten (34 Prozent) verwaltet die private Altersvorsorge bevorzugt online, knapp zwei Drittel (63 Prozent) eher persönlich vor Ort oder am Telefon.

Beratung von Mensch zu Mensch bevorzugt

Dass der persönliche Kontakt gerade bei der privaten Altersvorsorge eine besondere Rolle spielt, zeigt sich auch bei der Frage nach dem bevorzugten Beratungsweg. Vier von fünf Befragten (80 Prozent) sind der Meinung: „Trotz Internet – die persönliche Beratung bei der privaten Altersvorsorge von Mensch zu Mensch ist mir lieber“. Damit korrespondiert ein weiteres Ergebnis: Zwei Drittel (67 Prozent) würden sich zwar im Internet informieren, aber ein so wichtiges Produkt wie die private Altersvorsorge nicht online kaufen.