Anleger-Umfrage Investoren zeigen mehr Interesse an Small Caps

Aktien mit geringer Marktkapitalisierung werden in der Regel von weniger Analysten beobachtet als die Standardwerte. | © Getty Images

Aktien mit geringer Marktkapitalisierung werden in der Regel von weniger Analysten beobachtet als die Standardwerte. Foto: Getty Images

Matthew Lovatt, Axa IM

Bei einer von der Fondsgesellschaft Axa Investment Managers (Axa IM) in Auftrag gegebene Studie hatten im Vorjahr noch 33 Prozent der weltweit befragten Fondskäufer erklärt, dass sie in Small Caps investieren wollen. 2017 waren es mit 60 Prozent fast doppelt so viele. Trotz des wachsenden Interesses an der Asset-Klasse investieren die Umfrageteilnehmer allerdings nach wie vor nur 6 bis 10 Prozent ihres Portfolios in Nebenwerte, ähnlich wie im Vorjahr.

„Schon das zweite Jahr in Folge ist das Anlegerinteresse an Small Caps größer als die tatsächliche Allokation“, erklärt Matthew Lovatt, Director of Business Development bei Axa IM. „Dies lässt vermuten, dass Investoren die Chancen dieser Asset-Klasse noch immer nicht vollständig nutzen.“ Für die Aktien aus der zweiten Reihe gebe es laut Lovatt „tendenziell zu wenig Research, und die Preisbildung ist weniger effizient“.

Schwierige Suche nach Small-Cap-Manager

Bei der Suche nach dem richtigen Asset Manager für Nebenwerte-Investments haben jedoch viele Investoren teilweise große Probleme. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) hielt es für schwierig, einen geeigneten Small-Cap-Manager zu finden (39 Prozent im Vorjahr). Für 51 Prozent ist mangelnde Liquidität das Haupthindernis bei Small-Cap-Investitionen (45 Prozent im Jahr 2016). Und 43 Prozent fürchten die Volatilität von niedrig kapitalisierten Aktien (46 Prozent im Vorjahr).

Am stärksten beeinflusst wird ihre Small-Cap-Allokation für 60 Prozent der Teilnehmer von aktuellen Marktereignissen (49 Prozent im Vorjahr). Von den 83 Prozent mit Small-Cap-Investitionen erklärten 58 Prozent, dass sie den Anteil 2017 erhöhen würden. Und von den übrigen 17 Prozent, die nicht in Small Caps investiert sind, erklärten 69 Prozent, dass sie dies 2017 ändern würden.