Antea-Fondsmanager Aurelius-Aktie: „Die jüngste Phase für Zukäufe genutzt“

Johannes Hirsch, Antea-Geschäftsführer und Fondsmanager des Antea R

Johannes Hirsch, Antea-Geschäftsführer und Fondsmanager des Antea R

Nach dem Angriff des US-Hedgefonds Gotham City rauschte der Kurs der Aurelius-Aktie in den Keller. Inzwischen hat Aurelius die Vorwürfe zurückgewiesen, die Aktie erholt sich langsam wieder, die deutsche Finanzaufsicht prüft den Vorwurf der Marktmanipulation gegen den Leerverkäufer und Aurelius selbst erwägt rechtliche Schritte gegen Gotham City.

Während Analysten sich heiße Diskussionen um den wahren Wert der Aurelius-Aktie liefern, geben sich Fondsmanager eher bedeckt. DAS INVESTMENT.com bat knapp 15 Manager von Fonds, die die Aurelius-Aktie unter ihren zehn größten Positionen halten, um ihre Einschätzung. Fünf der befragten Manager sagten sofort ab, einer gab bekannt, alle Aurelius-Aktien sofort nach Bekanntgabe der Vorwürfe verkauft zu haben, die restlichen Antworten stehen noch aus.

Johannes Hirsch, Manager des Mischfonds Antea R, erklärte sich als Erster bereit, unsere Fragen zu beantworten.

DAS INVESTMENT.com: Laut Morningstar zählt Aurelius zu den Top-10-Aktienpositionen Ihres Fonds. Wie hoch ist der Aurelius Anteil derzeit genau?

Johannes Hirsch: Aktuell beträgt der Anteil 1,29 Prozent des Antea-Fonds.

Und wie hoch war dieser Anteil vor dem Aurelius-Skandal?

Hirsch: Aus meiner Sicht gab es keinen Aurelius-Skandal, sondern höchstens einen Gotham-City-Skandal. Aber hat es überhaupt einen Skandal gegeben? Alle Beteiligten sind doch nur ihrem normalen Alltagsgeschäft nachgegangen. Und zu dem von Gotham City gehört eben auch ein fragwürdiges Vorgehen. Wenn Sie jedoch nach einer Zahl fragen: Der Anteil von Aurelius am Antea-Fonds betrug direkt vor den jüngsten Meldungen 1,55 Prozent.