Anteil an Hochzinsanleihen stark reduziert Richard Woolnough: Darum sind Anleihen mit guter Bonität derzeit das bessere Investment

Richard Woolnough managt den rund 17 Milliarden Euro schweren M&G Optimal Income | © Dirk Beichert

Richard Woolnough managt den rund 17 Milliarden Euro schweren M&G Optimal Income Foto: Dirk Beichert

Anleihen von Emittenten mit guter Bonität sind momentan ein besseres Investment als Hochzinsanleihen, findet M&G-Experte Richard Woolnough. Der Manager des M&G Optimal Income sagte gegenüber Citywire Selecor, der Fondsmanager-Datenbank der Finanzplattform Citywire, dass er die Hochzins-Positionen in seinem Fonds auf derzeit 22 Prozent heruntergefahren habe. Neutral gewichtet würde diese Assetklasse etwa ein Drittel des Portfolios ausmachen.

Seit Jahresbeginn habe er den Hochzinsanteil ausgehend von einer neutralen Gewichtung stark abgesenkt, verriet Woolnough. In der mittlerweile zehnjährigen Geschichte des Optimal Income habe der Anteil von Hochzinsanteilen dagegen mitunter schon 50 Prozent betragen.

Der Grund, warum sich Woolnough im Hochzinsbereich zurückhält und in jüngster Zeit eher auf Anleihen mit Investmentgrade-Rating setzt: Eine Reihe von Unternehmensfusionen und Übernahmen hätten in den vergangenen Monaten viele frische Anleihen in den Markt gespült. Besonders Emissionen von bonitätsstarken Finanzunternehmen, auch Nachranganleihen, böten gegenüber dem High-Yield-Bereich die attraktiveren Chancen, so Woolnough.

Der heute rund 21 Milliarden Euro schwere M&G Optimal Income, Flaggschiff-Fonds des britischen Fondshauses M&G, ist nach Lesart des Anbieters eigentlich ein Anleihenfonds. Da er qua Anlagegrundsätzen jedoch bis zu 20 Prozent in Aktien investieren darf – und diese Quote hin und wieder auch ausreizt – ordnen Marktbeobachter ihn auch als anleihenbetonten Mischfonds ein.