Aquila Capitals Harold Heuschmidt: „Es ist kein dauerhaftes Problem“

Harold Heuschmidt, Aquila Capital

Harold Heuschmidt, Aquila Capital

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DAS INVESTMENT.com: Ihr AC Risk Parity 7 Fund verläuft derzeit etwas flach. Dabei laufen zum Beispiel Aktien doch gar nicht so schlecht.

Harold Heuschmidt: Zunächst möchte ich feststellen, dass der AC Risk Parity 12 Fund per heute einen Gewinn von 6,5 Prozent in zwölf Monaten erzielt hat. Für 2012 lag das Plus bei 9,5 Prozent. Das ist okay, die Branche erreichte nicht viel mehr. Der AC Risk Parity 7 Fund dürfte etwa die Hälfte erwirtschaftet haben.

DAS INVESTMENT.com: In jüngerer Vergangenheit sieht es aber nicht mehr ganz so gut aus.

Heuschmidt: Das hat verschiedene Gründe. Einer ist der Index, den wir in unserem Aktienblock haben. Es gibt ja den MSCI World, den MSCI World All Countries und eine risikogewichtete Version, die eigentlich 3 oder 4 Prozentpunkte pro Jahr besser läuft als die anderen, und die wir haben.

DAS INVESTMENT.com: Wie hoch sind denn die Amerikaner in dieser Variante gewichtet?

Heuschmidt: 25 bis 30 Prozent. Und da steckt das Problem. Wir haben verhältnismäßig wenig US-Werte, aber relativ hohe Schwellenländerpositionen. Nun sehen Anleger, dass die Aktienmärkte gut laufen, aber eigentlich läuft nur der amerikanische Markt gut. Und der ist im Index untergewichtet. Alles andere schneidet deutlich schlechter ab oder steht auf Zwölf–Monats-Sicht sogar im Minus. Das hat Performance gekostet, ist aber kein dauerhaftes Problem.

DAS INVESTMENT.com: Und der Rentenmarkt kann kaum noch was rausholen.

Heuschmidt: Genau. Wir hatten unsere Positionen sehr breit gestreut, auch in solche Nebenmärkte, die man normalerweise nicht in Futures-basierten Rentenportfolios hat. Zum Beispiel Schweiz, Norwegen, Schweden, Neuseeland, Australien. Und diese Länder sind zuletzt nicht besonders gut gelaufen.

DAS INVESTMENT.com: Die Währungen oder die Anleihen selbst?

Heuschmidt: Nur die Anleihen. Die Wechselkurse sichern wir immer ab. Währungen spielen für uns keine Rolle.