Arbeitgeber und Gewerkschaften einigen sich Kündigungsschutz bis Mitte 2021 für Postbank-Mitarbeiter

Die Postbank- und die Deutsche-Bank-Flagge: Trotz der Integration der Postbank in die Deutsche Bank dürfen die Mitarbeiter bis Mitte 2021 nicht gekündigt werden. | © Getty Images

Die Postbank- und die Deutsche-Bank-Flagge: Trotz der Integration der Postbank in die Deutsche Bank dürfen die Mitarbeiter bis Mitte 2021 nicht gekündigt werden. Foto: Getty Images

Im Streit um den Kündigungsschutz für Postbank-Mitarbeiter hat sich die Gewerkschaft Verdi mit den Arbeitgebervertretern geeinigt. Die Postbank-Beschäftigten werden ihre Jobs mindestens bis zum 30. Juni 2021 behalten dürfen. Das teilt die Postbank mit.

Noch am Montag kündigte die Gewerkschaft unbefristeten Streik an, sollten die Verhandlungen weiterhin ergebnislos verlaufen.

Auch in Sachen Gehaltserhöhung haben die Arbeitnehmer- und die Arbeitgebervertreter eine Einigung erzielt. So werden die Gehälter rückwirkend ab 1. April 2017 um 1,7 Prozent, ab 1. Januar 2018 um 0,9 Prozent und ab 1. Januar 2019 um weitere 2,3 Prozent angehoben. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis mindestens 31. Juli 2019 und gilt für sämtliche rund 12.000 Tarifbeschäftigte bei der Postbank.

Die Postbank und das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank sollen bis Mitte 2018 verschmolzen werden. Damit will die Deutsche Bank rund 900 Millionen Euro einsparen. Wie viele der insgesamt 31.000 Arbeitsplätze dadurch wegfallen, ist derzeit noch unklar.

Bis Mitte 2021 können jedoch sowohl die Postbank-Mitarbeiter als auch die Privatkunden-Betreuer der Deutschen Bank aufatmen. Denn laut der Eckpunktevereinbarung zwischen Verdi und dem Finanzinstitut gilt der Kündigungsschutz für alle, die in der gemeinsamen Kundensparte der Deutschen Bank beschäftigt sind.