10 Jahre M&G Optimal Income Richard Woolnough: "Auch gegen den Strom"

Richard Woolnough

Richard Woolnough

DAS INVESTMENT.com: Pünktlich zum Fondsjubiläum haben Sie 2016 mit dem M&G Optimal Income nach zuletzt sinkenden Zuwächsen wieder 7 Prozent Rendite abgeliefert. Eine Trendwende?

Richard Woolnough: Zwei wesentliche Faktoren bestimmen die Ergebnisse; zum einen die Rendite, die das Anlageuniversum bietet, und zum anderen meine Ideen als Fondsmanager. In einer Phase, in der Investoren für ihr Risiko kaum Rendite erhalten, ist es schwierig, große Wertzuwächse zu erzielen. Auch wir müssen mit den Investments auskommen, die der Markt bietet. Wir gehen aber in der Tat davon aus, dass die Anleiherenditen nicht zuletzt wegen der gestiegenen Inflationserwartungen zulegen werden.

Nun haben Sie im Vorjahr gut dreimal besser abgeschnitten als Ihre Wettbewerber, gemessen am Morningstar-Sektor defensiver Euro-Mischfonds. Welchen Ideen ist dies denn geschuldet?

Woolnough: Das lag vornehmlich daran, dass unsere Meinung ganz anders als die des breiten Marktes ausfiel. Wir waren 2016 schon in den ersten Monaten überzeugt, dass die Niedrigzinspolitik funktioniert, die Volkswirtschaften durchstarten und gefallene Ölpreise die Wirtschaft stützen werden. Dagegen waren die meisten Marktteilnehmer pessimistisch eingestellt, weil sie die niedrigen Energiepreise fälschlicherweise als Zeichen eines wirtschaftlichen Absturzes gesehen haben. Während wir also optimistisch waren, bot der Markt hohe Risikoprämien.