Auch Unionspolitiker wollen das Thema angehen Beitragsentlastung für Betriebsrentner wird wahrscheinlicher

Carsten Linnemann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU: Der Politiker setzt sich dafür ein, dass die Doppelverbeitragung von Betriebsrenten eingestellt wird. | © Carsten Linnemann

Carsten Linnemann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU: Der Politiker setzt sich dafür ein, dass die Doppelverbeitragung von Betriebsrenten eingestellt wird. Foto: Carsten Linnemann

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Carsten Linnemann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU, und Emmi Zeulner, Sozialpolitikerin der CSU, wollen die derzeit gültige Regelung zur Zahlung von  Krankenversicherungsbeiträgen bei Betriebsrenten ändern. Anders als bei der gesetzlichen Rente muss hier neben dem Arbeitnehmeranteil auch der Arbeitgeberanteil vom Bezieher der Rente gezahlt werden.

Entsprechende Änderungsanträge sollen auf den nächsten Parteitagen von CDU und CSU gestellt werden. Das berichtet T-Online unter Berufung auf eine entsprechende Meldung des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Raus aus der Vertrauenskrise

„Die Altersvorsorge befindet sich insgesamt in einer Vertrauenskrise, und die betriebliche Altersversorgung leidet aufgrund der teilweisen mehrfachen Beitragsbelastung zunehmend unter einem Akzeptanzproblem", begründen die beiden Politiker demnach den Vorstoß. Die bisherige Regelung solle daher noch in dieser Legislaturperiode fallen.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach reagiert per Twitter auf diese Nachricht: „Na also! CDU bewegt sich… Dann sollten wir so ein Gesetz so schnell wie möglich machen. Private Altersvorsorge in der Krise. Daher mehr Betriebsrenten nötig.“ Dass seine eigene Partei gemeinsam mit den Grünen seinerzeit diese Doppelbelastung für Betriebsrentner eingeführt hat, kommentiert er so: „…Weil es damals ein Fehler war, wollen wir es jetzt selbst beenden…“