Aussichten 2014 Wirtschaftswachstum von weltweit 3,5 Prozent

Burkhard Wagner, Vorstand Partners Vermögensmanagement in München

Burkhard Wagner, Vorstand Partners Vermögensmanagement in München

// //

So kann es gehen – zwei der fünf vor einem Jahr von uns geäußerten unwahrscheinlichen Thesen auf die man in 2013 als Anleger gefasst sein soll sind eingetroffen.

Überschäumende Liquidität und fehlende Anlagealternativen trieben den Dax auf ein neues historisches Rekordhoch. Darüber hinaus ging die 11-jährige Goldhausse zu Ende und der Goldpreis gab um über 30 Prozent nach.

Aussichten 2014: ...heiter bis wolkig, mit vereinzelten Niederschlägen

Wir rechnen 2014 mit einer tiefgreifenden Erholung und einem Wirtschaftswachstum von weltweit 3,5 Prozent. Hauptantrieb dieser Entwicklung sind die USA und nach einer Wachstumspause in 2013 vor allem im 2. Halbjahr 2014 die Emerging Markets.

Die Eurozone sollte sich nach längerer Rezession weiter stabilisieren. Die anziehende Weltkonjunktur wird auf Dauer den Rohstoffpreisen Auftrieb geben. Einer der großen Unsicherheitsfaktoren bleibt die internationale Zinsentwicklung.?

Um die Folgen der Finanzkrise zu bewältigen, haben die Notenbanken die Zinsen auf ein „Nahe-Null- Niveau“ gesenkt. In EZB-Gedankenspielen ist auch ein Negativzins mit weitreichenden Folgen für Sparer und Wirtschaft nicht mehr auszuschließen.

Attraktive Anlageideen 2014

-Unternehmensanleihen mit kurzer und mittlerer Laufzeit
-Kurzlaufend liquide US-Dollar-Engagements
-Internationale Aktienfonds und ETF (Europa, Welt und Emerging Markets) -Direktinvestments in internationale Dividendentitel
-Antizyklisch: Rohstoffaktien und Emerging Markets

Von großem Interesse wird sein, wie sich die internationalen Renten- und Finanzmärkte verhalten, wenn sich die Fed vollends aus dem Kauf der US-Staatsanleihen zurückziehen wird. Aus aktueller Sicht erscheint dieser Rückzug bereits in den aktuellen Zinssätzen berücksichtigt.

Zumindest entspannte sich die Lage am US-Rentenmarkt seit Anfang des Jahres wesentlich. Der Zinssatz für 10-jährige Staatsanleihen ist in dieser Zeit von drei Prozent auf rund 2,6 Prozent gefallen – trotz Reduzierung des Kaufprogrammes um 10 Milliarden US-Dollar pro Monat.

Unter dem Strich rechnen wir damit, dass die Zinskurve in 2014 etwas steiler werden sollte, jedoch nicht zu einer echten Nagelprobe an den Aktienmärkten führen wird.