AWD-Gründer im Gespräch Carsten Maschmeyer: „Ich bin kein Tschakka-Typ“

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Man kennt ihn als Einpeitscher eines Strukturvertriebs, Politiker-Freund, knallharten Geschäftemacher - Carsten Maschmeyer ist ein Mensch, der in der Öffentlichkeit umstritten ist. Im Gespräch mit dem Euro-Magazin schlägt der AWD-Gründer und Ex-Chef andere Töne an.

„Ich bin beobachtend, selbstreflektierend und im persönlichen Gespräch eher leise“, sagt Maschmeyer. Schuld an seinem Einpeitscher-Image sei sein Auftreten auf bestimmten Vertriebsveranstaltungen in den 90-er Jahren. Diese seien aber „wie die jährlichen Parteitagsreden“ und sagten nichts über die Person des Redners aus. „Ich bin kein Tschakka-Typ“.

Kommunikationsstärke, Kooperationsbereitschaft, Durchhaltevermögen

Die Meinung seiner Geschäftspartner sei ihm wichtig, sein Rollenbild in den Medien hingegen nicht, so Maschmeyer weiter. Angesichts der juristischen Auseinandersetzungen um die Fernsehdokumentationen „Der Drückerkönig und die Politik“ kauft man das dem AWD-Gründer jedoch nur schwer ab. Zumal er auch selbst betont, wie wichtig Selbstvermarktung ist. Ohne ein gutes Selbst- und Unternehmensmarketing seien gute Ideen nicht viel wert, sagt der Start-Up-Investor. Daher arbeite er nur mit Gründerteams zusammen, „in denen mindestens einer kommunikationsstark ist“.