Dachfonds Mars 10 UI 4,4 Prozent jährliche Rendite für risikoscheue Anleger

Mars-AM-Gründer Jens Kummer managt den Mars 10 UI | © Andreas Mann

Mars-AM-Gründer Jens Kummer managt den Mars 10 UI Foto: Andreas Mann

Risiken auf den Kapitalmärkten sieht auch Jens Kummer. Aber nicht in erster Linie als Grund zur Sorge, sondern als Leitfaden für seine Investments. Deswegen hat der Mitgründer und Geschäftsführer der in Bad Homburg ansässigen Mars Asset Management für seine Dachfonds wie den Mars 10 UI ein Anlagekonzept entwickelt, das deren Kapital möglichst risikoarm verteilen soll. Dabei bestimmt die aktuelle Gefahrenlage, welche Rolle etwa Aktien, Unternehmensanleihen und andere Anlageklassen spielen. Das Handelsmodell folgt festen Regeln und soll langfristige Renditechancen und kurzfristige Verlust-risiken abwägen.

Zurzeit fällt die Mischung zugunsten von Aktienfonds aus, die im Mars 10 UI knapp zwei Drittel des Fondsvermögens ausmachen. Die Top-Position im Portfolio nimmt aber der UBAM FCP Euro High Yield Solution ein, der hochprozentige Anleihen enthält. Kummer hat 11,7 Prozent des Kapitals allein in diesen Fonds investiert, insgesamt stecken in den zehn größten Anlagen rund 60 Prozent.

Mit einer einschneidenden Zinswende sei in den kommenden Monaten nicht wirklich zu rechnen, erklärt Kummer die Auswahl. Er stimmt mit vielen Experten überein, dass die Notenbanken ihre Politik, wenn überhaupt, ohnehin nur im Schneckentempo umkehren werden. „Aber bislang geschieht das Gegenteil. Die Europäische Zentralbank hält die Zinsen weiter niedrig, und auf Sicht der nächsten  Monate wird dieser Kurs beibehalten“, sagt der Fondsselekteur, der daher überzeugt  ist, dass Aktien momentan die besseren Renditen bieten können.

Dass der Aktienhunger deutscher Anleger trotzdem nicht allzu groß ausfällt, ist nicht neu. Kummers gemischte Fonds-Portfolios sollen aber selbst risikoscheuen Menschen ertragreiche Investments nahebringen: „Eine breite Multi-Asset-Strategie kann sich in Zeiten volatiler Märkte und niedriger Zinsen als sinnvoll erweisen.“

Mit dem Mars 10 UI, den Mars AM zusammen mit der Fondsgesellschaft Universal-Investment im Juli 2013 aufgelegt hat, sprangen in den zurückliegenden drei Jahren für Anteilseigner 4,4 Prozent jährliche Rendite heraus. Im Vorjahr waren es sogar 6,0 Prozent, während laut Morningstar die Fonds-Kategorie Globale Euro-Mischfonds 3,8 Prozentpunkte weniger brachte. Für einen stabilen Wertzuwachs des Fonds spricht die Volatilität von 6,7 Prozent. Die Risikokennziffer fällt damit nur halb so hoch aus wie beispielsweise bei europäischen Aktienfonds. Die Mindestanlage dieser Anteilsklasse (WKN: A1W Z07) liegt allerdings bei 50.000 Euro, eine Tranche (A1W Z09) für Kunden mit kleinerem Geldbeutel folgte im Februar 2015.

Für besonders lohnenswert hält Kummer momentan deutsche Aktien, denen er 7,3 Prozent jährliche Rendite zutraut: „Dieser Wert liegt im Gegensatz zu den Anleihen sogar über dem historischen Mittel der letzten Jahrzehnte. Derzeit werden die Risiken deutscher Aktien somit mit höheren Renditeaufschlägen bezahlt als in der Vergangenheit.“ Auch im Vergleich zu den anderen Aktienregionen wie den USA und Schwellenländern stünden hiesige Titel derzeit bestens da.

„Dennoch warten viele Anleger auf ein Ende dieser Niedrigzinsphase“, sagt Kummer. Dabei seien Menschen keineswegs zum finanziellen Nichtstun verdammt, sofern sie ein breites Anlageuniversum akzeptieren und ein wenig Risikobereitschaft mitbringen.