Bafin warnt Wenn schon zocken, dann auf seriösen Plattformen

Wertpapieraufsicht der Bafin in Frankfurt: Die Finanzaufsicht warnt vor windigen Betreibern von Handelsplattformen | © Kai Hartmann

Wertpapieraufsicht der Bafin in Frankfurt: Die Finanzaufsicht warnt vor windigen Betreibern von Handelsplattformen Foto: Kai Hartmann

Die deutsche Finanzaufsicht, Bafin, schlägt Alarm und warnt. Wenn man denn schon mit Differenzkontrakten hantieren will – zu denen die Bafin neben den populären Contracts for Difference (CFD) auch binäre Optionen (Alles-oder-nichts-System) und Währungsgeschäfte zählt –, solle man das unbedingt auf einer seriösen Internet-Plattform machen. Schlüssel seien die Betreiber der Plattform, die man häufig nur an gut versteckten Stellen herauslesen könne. Oftmals seien dort aber nur bekannte Offshore-Briefkastenanschriften als Sitz angegeben.

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In der Werbung preisen Handelsplätze vor allem CFDs als ziemlich coolen Kram an, mit dem man Nervenkitzel und vor allem viel Geld erzeugen kann. Ganz klein am unteren Bildrand steht aber auch, dass man sein ganzes Geld verlieren kann. CFD sind Verträge mit fester Laufzeit, die die Differenz zwischen dem aktuellen und einem zuvor festgelegten Kurs einer Ware oder Aktie abbilden. Es gibt sie als Long-Kontrakte, die von steigenden Kursen profitieren, und als Short-Kontrakte, die auf fallende Kurse setzen. Hochspekulativ sind sie auf jeden Fall.

Um als seriöser Händler solcher Kontrakte durchzugehen seien ein Sitz in Deutschland und eine Lizenz der Bafin nötig. Die Bafin dazu: „Ein deutscher Internetauftritt der Handelsplattform und eine Kundenbetreuung in deutscher Sprache unter Angabe deutscher Telefonnummern bedeuten nicht, dass diese Unternehmen einen Sitz in Deutschland unterhalten.“

Was kann mit einer windigen Handelsplattform passieren? Das Schlimmste. Nämlich, dass man nicht nur eventuelle Gewinne nicht bekommt, sondern nicht einmal mehr sein eingezahltes Geld.