Banken-Analyse Bundesbank-Statistik: Immer weniger Kreditinstitute in Deutschland

Das Frankfurter Hauptquartier der Deutschen Bank spiegelt sich in einer Fensterscheibe. Auch die Deutsche Bank schließt deutschlandweit viele Filialen | © Getty Images

Das Frankfurter Hauptquartier der Deutschen Bank spiegelt sich in einer Fensterscheibe. Auch die Deutsche Bank schließt deutschlandweit viele Filialen Foto: Getty Images

In Deutschland gibt es immer weniger Banken. 96 Abgängen standen im vergangenen Jahr nur 24 Neuzugänge gegenüber. Damit verringerte sich die Zahl der in Deutschland zugelassenen Geldinstitute netto um 72 auf 1.888 hierzulande tätige Institute zum Jahreswechsel. Die Bundesbank hat jetzt aktuelle Zahlen veröffentlicht.

Der Rückgang im Bankensektor hat sich gegenüber 2015 noch beschleunigt. Angesichts von Wettbewerbsdruck und Niedrigzinsen müssen Banken immer sorgfältiger auf ihre Effizienz und die Kosten schauen – und bei Bedarf den Rotstift ansetzen. Besonders intensive Einbrüche gibt es bei Instituten der Genossenschaftsbanken und des Sparkassensektors.

Viele Institute schließen sich zusammen, um effizienter zu werden. Allein 52 der 72 Akteure, die im vergangenen Jahr vom Markt verschwunden sind, waren Institute der genossenschaftlichen Finanzgruppe, die sich mit anderen Genossenschaftsbanken zusammengeschlossen haben. Im Bereich der Sparkassen gab es 2016 zehn Fusionen, berichtet die Bundesbank.

Gleichzeitig mit den Geldinstituten verschwinden auch Filialen vom Markt. Ihre Zahl nahm 2016 um 2.019 Filialen ab. Das ist ein Rückgang von signifikanten 5,9 Prozent – gegenüber einem Minus von nur 3,6 Prozent im Vorjahr. Einen besonders starken Rückgang verzeichnete der genossenschaftliche Sektor, in dem im vergangenen Jahr 664 Zweigstellen schlossen.

Zu Jahresende 2016 gab es damit noch rund 32.000 Filialen von Geldinstituten in Deutschland. Ihre Zahl dürfte weiterhin schnell sinken.