Banken wollen Goldfixing nach 95 Jahren modernisieren

Gold: Die Banken wollen nur das Goldfixing ändern. (Foto: Getty Images)

Gold: Die Banken wollen nur das Goldfixing ändern. (Foto: Getty Images)

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Barclays, Deutsche Bank, Bank of Nova Scotia, HSBC Holdings und Société Générale hätten einen Ausschuss eingerichtet, der von externen Firmen Rat einholen soll, wie das Verfahren verbessert werden kann.

Beim Goldfixing telefonieren Vertreter der fünf Banken zwei Mal pro Tag - um den Gold-Benchmark festzulegen, an dem sich unter anderem Goldminenbetreiber, Juweliere und Zentralbanken orientieren.

In den vergangenen Monaten hatten Aufsichtsbehörden in Großbritannien, Deutschland und USA, die bereits Manipulationen bei Zinssätzen und Währungen untersuchen, ein Auge auf das Verfahren geworfen.

Zwar gibt es derzeit keine Belege dafür, dass die Gold- Referenzpreise manipuliert werden. Jedoch kritisieren Ökonomen, dass das Verfahren veraltet und anfällig für Missbrauch sei - und dass es auch keine direkte behördliche Aufsicht gebe.

Die Deutsche Bank hatte in der vergangenen Woche gemeldet, dass sie sich aus den Gremien für das Fixing von Gold und Silber zurückziehen wolle.

Bei Telefonkonferenzen um 10:30 Uhr und 15 Uhr Londoner Zeit erklären die beteiligten Banken, wie viele Barren Gold sie zum bestehenden Kassapreis kaufen oder verkaufen wollen, sowohl im Kundenauftrag als auch auf eigene Rechnung.

Der Preis wird dann solange angehoben oder gesenkt, bis Kauf- und Verkaufsmenge innerhalb einer Spanne von 50 Barren - entsprechen 620 Kilo - liegen. An diesem Punkt findet das Fixing statt.

Während der Telefonkonferenz melden Händler Veränderungen von Angebot und Nachfrage und nehmen neue Orders an, so die Website der London Gold Market Fixing Limited, wo die Ergebnisse publiziert werden.