Bankhaus Metzler: Erste Anzeichen einer konjunkturellen Aufhellung

Edgar Walk, Chef-Volkswirt beim Bankhaus Metzler

Edgar Walk, Chef-Volkswirt beim Bankhaus Metzler

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Eurozone: Aufhellung erst im Frühjahr 2013

Geldpolitische Maßnahmen wirken erfahrungsgemäß in der Regel erst mit einer Zeitverzögerung von neun bis zwölf Monaten. Demnach müssten die Programme der EZB - die beiden Langzeittender (LTRO) und die erst kürzlich beschlossenen Maßnahmen - theoretisch erst gegen Jahresende beginnen zu greifen.

Die Geldmenge M1 hat sich in der Vergangenheit als ein sehr zuverlässiger Frühindikator für das Wirtschaftswachstum erwiesen und spiegelt als Geldmengenaggregat die geldpolitischen Schritte der EZB wider.

Die Beschleunigung des Wachstums von M1 in den vergangenen Monaten spricht dafür, dass die geldpolitische Ausrichtung der EZB langsam beginnt, Wirkung auf die Wirtschaft zu entfalten, und dass im Frühjahr 2013 eine konjunkturelle Erholung in Gang kommen dürfte.

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Die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone (Montag und Mittwoch) dürften die verbesserten Wachstumsperspektiven noch nicht widerspiegeln.
Erst im Oktober oder November ist mit einer Trendwende zu rechnen. Zudem dürften die deutschen Auftragseingänge (Freitag) vorerst noch zur Schwäche neigen.