Bankschließfächer Gold-Boom lässt Tresore knapp werden

Banktresor: Im Schließfach der Hausbank sind Wertsachen genauso gut geschützt wie das Geld der Bank. | © Bankenverband - Bundesverband deutscher Banken

Banktresor: Im Schließfach der Hausbank sind Wertsachen genauso gut geschützt wie das Geld der Bank. Foto: Bankenverband - Bundesverband deutscher Banken

Die Baden-Württembergische Bank (BW-Bank) verzeichnet aktuell eine steigende Nachfrage nach Tresorräumen. Wichtigster Grund dafür sei „ein wahnsinniger Hype“ bei Anlegern, die in physisches Gold investieren, zitiert die Stuttgarter Zeitung Stephan Wellnitz, Leiter des Edelmetall- und Münzkabinetts der BW-Bank, die für die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in Stuttgart auch die Aufgabe einer Sparkasse erfüllt und alle Arten von Bank- und Finanzdienstleistungen anbietet.

Nachfrage nach Xetra-Gold zieht an

Auch die Deutsche Börse Commodities aus der Gruppe Deutsche Börse vermeldete Mitte des Monats einen neuen Rekordwert ihres Goldbestands: Seit Monatsbeginn hatte sich der Goldbestand der von ihr emittierten börsengehandelten Inhaberschuldverschreibung Xetra-Gold (ISIN: DE000A0S9GB0) um rund 5 Tonnen auf 177,4 Tonnen erhöht und damit ein neues Allzeit-Hoch erreicht. Für jeden Anteilschein wird im Zentraltresor für deutsche Wertpapiere in Frankfurt genau ein Gramm Gold hinterlegt.

Wer im vergangenen Jahr auf Gold setzte, musste Verluste (in Euro gerechnet) hinnehmen.
Steuern und Transaktionskosten sind in dieser Aufstellung nicht berücksichtigt.

„In den nächsten Tagen rechnen wir mit einer weiterhin hohen Nachfrage“, sagt Steffen Orben, Geschäftsführer der Deutsche Börse Commodities. „Der Anstieg liegt vor allem an der hohen Nachfrage von institutionellen Investoren.“ Von allen über den Börsenplatz Xetra gehandelten Exchange Traded Commodities (ETC) ist Xetra-Gold das umsatzstärkste Wertpapier. Die Anteilseigner haben einen Rechtsanspruch darauf, sich das verbriefte physische Edelmetall ausliefern zu lassen.

Infografik: Wo die Deutschen ihr Bargeld verstecken | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista